Entscheidung zur Sanierung der Albertbrücke in Dresden

Der Dresdner Stadtrat hat sich am Donnerstagabend für die Umsetzung der Vorzugsvariante IV B ausgesprochen. +++ Wie es jetzt weitergeht, sehen Sie im Interview mit Reinhard Köttnitz am Donnerstag in Ihrer Drehscheibe Dresden. +++

Der Stadtrat bestätigt die weitere Umsetzung der Variante IV b (Bauablauf) zur Sanierung
und Instandsetzung der Albertbrücke auf Basis des am 27. Mai 2013 vorgelegten Variantenvergleichs.

Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, sich beim Freistaat Sachsen dafür einzusetzen, dass möglichst rasch der Bescheid zur Förderunschädlichkeit des Baubeginns vom Freistaat erteilt wird und alle darüber hinaus notwendigen Maßnahmen zu veranlassen, damit die
Bauarbeiten wie geplant Anfang September 2013 beginnen können.

Begründung:
Nach Verabschiedung des Stadtratsbeschlusses V0395/10 wurden im weiteren Planungsprozess
umfangreiche Varianten zur Verkehrsführung während der Bauzeit erarbeitet und
bewertet. Es erfolgte eine Abstimmung mit dem Umweltamt, dem Stadtplanungsamt, der
Straßenverkehrsbehörde und den Dresdner Verkehrsbetrieben.
In der ausgewählten Variante kann die Straßenbahn bis auf kurze Sperrpausen immer im
Zweirichtungsverkehr auf einem Gleis fahren. Da nur ein beschränkter Bauraum von 5,10 m
zur Verfügung steht, bedeutet das eine Vollsperrung der Albertbrücke für den motorisierten
Individualverkehr für neun Monate und einen Einrichtungsverkehr für elf Monate.
Die Benachteiligung des motorisierten Individualverkehrs kann zum Teil dadurch kompensiert
werden, dass der Beginn der Sperrung Albertbrücke an die Verkehrsfreigabe des Verkehrszuges
Waldschlösschenbrücke geknüpft wird. Die Umlagerung des motorisierten Individualverkehrs
auf den neu zur Verfügung stehenden Verkehrszug stellt eine vertretbare
Alternative dar.

Die Vorzugsvariante wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau am 15. September
2010 vorgestellt.
Die Albertbrücke ist dringend sanierungsbedürftig. Die Gehwege der Brücke sind nicht mehr
belastbar und mussten daher bereits im Jahr 2010 abgesperrt werden. Eine weitere Verzögerung
der Instandsetzungsarbeiten sowie eine längere Bauzeit und damit Belastung für die
Dresdnerinnen und Dresdner, wie sie die Umplanung und Umsetzung einer neuen Variante
bedeutet, kann nicht geduldet werden.
Begründung Eilbedürftigkeit
„Der Prüfbericht 2012 E vom 8. Januar 2013 attestiert der Albertbrücke die Zustandsnote 4
wegen Verkehrsgefährdung für die Bundeswasserstraße durch absturzgefährdete Bauteile
aus Stirnwänden und Gesimsen. Die Zustandsnote 4 erfordert laut DIN 1076 und Ri-EBWPrüf
(rechtsverbindlich eingeführt mit ARS 12/2007 vom BMVBS) sofortige Maßnahmen zur
Beseitigung der Mängel oder Stilllegung des Verkehrsweges.

Als Sofortmaßnahme, die zum weiteren Betrieb der Brücke berechtigt, galt ab sofort die Ausschreibung der Bauleistung mit Baubeginn im September 2013 in Verbindung mit verstärkter
Überwachung. Entfällt dieser als unverzügliche Sofortmaßnahme betrachtete Baubeginn,
könnte im ungünstigsten Fall die Betriebserlaubnis für den weiteren Betrieb der Albertbrücke
in Gefahr sein. Dies hätte eine Vollsperrung zur Folge.“ (siehe Landeshauptstadt Dresden,
Büro der Oberbürgermeisterin: Fragen und Antworten zur Albertbrücke, am 27. Mai 2013
den Fraktionen zugestellt).
Die Angebote für die ausgeschriebenen Bauleistungen liegen mittlerweile der Stadtverwaltung
vor und die Submission kann stattfinden. Wenn die Submission nicht zeitnah erfolgt,
kann nicht mehr 2013 mit dem Bau begonnen werden. In der Folge drohen der Stadt zum
einen Schadenersatzklagen der beteiligten Firmen, erhöhte Aufwendungen für zusätzliche
Sicherungsmaßnahmen und ggf. die Vollsperrung der Albertbrücke aus Sicherheitsgründen
Monate oder Jahre vor dem eigentlichen Sanierungsbeginn. Wenn die Bauarbeiten nicht im
Herbst beginnen können, drohen darüber hinaus aus umweltrechtlichen und baulogistischen
Gründen weitere erhebliche Verzögerungen, da wesentliche Arbeiten außerhalb ungünstiger
Witterungsbedingungen stattfinden müssen. Dies alles würde der Landeshauptstadt zum
Schaden gereichen.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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