Entspannung bei den sächsischen Verbraucherpreisen zum Jahresstart

Leipzig – Nachdem sich der sächsische Verbraucherpreisindex im Vorjahr durchschnittlich um fast 2 Prozent verteuert hat, erweist er sich nun im ersten Monat des neuen Jahres als ziemlich verbraucherfreundlich.

© Chemnitz Fernsehen/Symbolbild
 

Letzte Berechnungen sprechen von einer Jahresteuerung von „nur“ 1,4 Prozent. Der Teilindex „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (2,7 Prozent) mit einem der größten Wägungsanteile bleibt mit seinen Preissteigerungen weiterhin indexbestimmend, wohingegen die Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ (-0,8 Prozent) und „Nachrichtenübermittlung“ (-0,6 Prozent) aktuell gleichmäßig auf die Gesamterhebung wirken.

Im größten Ausgabeposten „Wohnung“ steigen im Vergleich zum Januar 2017 die „Nettomieten“ um 1,2 Prozent und die Nebenkosten um 0,9 Prozent. Bei den Nebenkosten fallen beispielsweise die zu Jahresbeginn typischen Preisanpassungen für „Wasser“ (0,6 Prozent), „Abwasser“ (-0,7 Prozent), „Müllabfuhr“ (3,3 Prozent) oder „Straßenreinigung“ (-4,8 Prozent) sowie geänderte Grundsteuerhebesätze (1,0 Prozent) ins Gewicht. Wer sich zum Jahresbeginn für einen Tarifwechsel bei „Strom“ (-0,3 Prozent) oder „Gas“ (-3,0 Prozent) entschieden hat, kann sich teilweise über günstigere Konditionen freuen.

Im Vergleich zu Dezember sinken die Verbraucherpreise voraussichtlich um 0,8 Prozent. Ausschlaggebend sind neben den Rabattaktionen im Bekleidungssektor (-6,2 Prozent) preiswerte Angebote bei Pauschalreisen (-22,2 Prozent) und ein ausgewogener Energiemarkt (-0,2 Prozent). Saisontypische Preiserhöhungen innerhalb des letzten Monats verzeichnen unter anderem „frisches Gemüse“ (5,6 Prozent) aber auch „Schnittblumen“ (1,6 Prozent) und „Zimmerpflanzen“ (3,1 Prozent). “Heizöl“ (2,5 Prozent) erhöht sich ebenso erneut leicht im Preis.