Enttäuschung über Entwurf für Bundesverkehrswegeplan

Im vergangenen November hatte sich die „Initiative Fernbahnanbindung“ um Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG in Chemnitz getroffen.

Bleibt Chemnitz in Sachen Bahnfernverkehr weiter abgehängt?

Im vergangenen November hatte sich die „Initiative Fernbahnanbindung“ um Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG in Chemnitz getroffen.

Damals waren alle Akteure vorsichtig optimistisch, dass Chemnitz zumindest mittelfristig wieder an das Fernbahnnetz angeschlossen wird. Doch die erhoffte Elektrifizierung der Strecke „Chemnitz – Leipzig“ findet sich nicht im nun veröffentlichten Referentenentwurf für den Bundesverkehrswegeplan.

In einer schriftlichen Stellungnahme bezeichnete Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig diese Entscheidung als „einen enormen Rückschlag und absolut nicht hinnehmbar.“ Man werde alles Mögliche tun, um auf eine Änderung im Entwurf zu drängen.

Zudem hätte auch jeder Bürger die Möglichkeit, bis zum 2. Mai auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums Einwände gegen die Maßnahmenliste einzubringen.

Auch im sächsischen Landtag zeigten sich die Chemnitzer Abgeordneten bestürzt über die Nichtberücksichtigung der Verbindung „Chemnitz-Leipzig“. Quer durch alle Fraktionen wurde die Entscheidung scharf kritisiert.

Interview: Jörg Vieweg (SPD), Mitglied des sächsischen Landtags

Interview: Ines, Saborowski-Richter (CDU), Mitglied des sächsischen Landtags

Interview: Volkmar Zschocke (B90/DIE GRÜNEN), Mitglied des sächsischen Landtags

Ein Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Hof und Nürnberg ist dafür im vordringlichen Bedarf des Bundes vorgesehen. Hier hoffen die Stadt und die Landtagsabgeordneten, dass den mehrmaligen Ankündigungen von Ausbauarbeiten an dieser Strecke nun auch Taten folgen.

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin will schnellstmöglich ein erneutes Treffen der „Initiative Fernbahnanbindung“ einberufen, um die nächsten Schitte zu beraten. Zudem ist ein Gespräch mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig geplant.

Bei den Vorhaben im Bereich Straßenbau ist die Weiterführung des Südrings bis zur A4-Anschlussstelle Chemnitz-Ost im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans festgehalten.

Dagegen findet sich der vom Freistaat geplante Ausbau der A72 zwischen Chemnitz-Süd und Zwickau-Ost nicht in den Entwürfen des Bundesverkehrsministeriums.