Entwicklungskonzept für Schloss Sachsenburg

Frankenberg. Notsicherungsmaßnahmen sind unbedingt notwendig, um die Bausubstanz der historischen Immobilie zu erhalten.

Frankenberg (UW). Jürgen Klemisch von der Brandenburgischen Schlösser GmbH, Vertretern der Stadtverwaltung und des gemeinnützigen Vereins „Kuratorium für das Schloss Sachsenburg“, erläuterte zukünftige Pläne. „Man muss das gesamte Plateau über der Zschopau betrachten, egal welcher Nutzung dieses später einmal zukommt“, erklärt er. „Die Sachsenburg soll erlebbar und vor allem sichtbar gemacht werden, um den Bezug zu Frankenberg stärker herzustellen.“

Doch zunächst müssen ganz dringend Notsicherungsmaßnahmen vorgenommen werden, vor allem der Dachstuhl des Nordflügels, aber auch der teilweise sanierte Westflügel zeigen bereits witterungsbedingten Verschleiß. Durch die Brandschutzauflagen braucht das Hauptgebäude zwei Fluchtwege, die noch nicht vorhanden sind.
Das durch engagierte Bürger gegründete Kuratorium hat sich in den letzten Jahren sehr bemüht, die Sachsenburg bekannter zu machen und für den baufälligen Zustand Spendengelder zu sammeln.

Das Schloss aus eigenen Mittel zu sanieren ist für die Stadt Frankenberg unmöglich. Doch mit der fachlichen Unterstützung  und durch die Hilfe der Brandenburgischen Schlösser GmbH ist man optimistisch, Fördergelder vom Freistaat genehmigt zu bekommen.
Nach der Bestandsaufnahme und der so genannten Fachplanung, bei der Architekt, Statiker und Landschaftsarchitekt gemeinsam beraten, wird die Brandenburgische Schlösser GmbH ihre Nutzungsideen im Frühjahr des nächsten Jahres zunächst den Stadtvätern vorstellen. Erste Ideen wurden am Abend bereits angesprochen: eine gastronomische Einrichtung würde das Schloss enorm bereichern.

Aber auch für das Hauptgebäude werden Ideen gesucht und diskutiert. „Die Nutzung muss dem Gebäude zugeordnet werden“, so Klemisch. „Ein komplettes Hotel wird es daher im Hauptschloss nicht geben“. Mehr wolle man jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten. Auch ist nicht entschieden, wie viele Nutzungen im Schlossgelände möglich und angedacht sind.