Erdbeben in Leipzig +++ Nachbeben sind möglich

Leipzig / Schkeuditz - In der Nacht zum Samstag hat gegen 2:56 Uhr in der Region Leipzig die Erde gebebt. Nach ersten Angaben des Geoforschungszentrum in Potsdam, lag das Epizentrum mit einer Stärke von 3,0 nahe der Stadt Schkeuditz, nordwestlich von Leipzig. Infos zu Schäden liegen nicht vor. Experten sprechen von möglichen Nachbeben. 

Gegen 2:56 Uhr riss ein stärkeres Erdbeben die Leipziger aus dem Schlaf. Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam erreichte das Beben eine Stärke von 3.0 auf der Richterskala. Damit ist es das stärkste Beben in Ostdeutschland seit über 2 Jahren. Leipzig Fernsehen Zuschauer berichten von klirrenden Gläsern, vibrierenden Böden und einem lauten "grollen" in der Nacht zum Samstag. Die Berichte kommen aus allen Teilen der Stadt. Auch in Sachsen-Anhalt sei das Beben zu spüren gewesen.  

Zuletzt bebte die Erde in der Region Leipzig am 16. April 2015, damals wurden Werte um 3.5 gemessen.

 
© © Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

+++ Nachbeben sind möglich +++

Bislang hat es noch keine spürbaren Nachbeben geben, dies sei aber durchaus möglich sagen Experten. Nach ersten Schätzungen kann es noch zu leichten Nachbeben der Stärke 2.0 kommen. In der Region Leipzig kommt es regelmäßig zu leichten Erschütterungen des Bodens, Grund dafür ist die sog. “Leipzig-Regensburger Störung”. Die leichten Beben sind durchaus furchteinflößend, stellen jedoch keine Gefahr für den Menschen dar.

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam hat das Zentrum des Bebens in 11 km Tiefe gemessen