Erfolgreiche Schatzsuche in Chemnitz

Der Versteinerte Wald in Chemnitz hat wieder einmal fossile Schätze hervorgebracht.

Im Februar wurden bisher unbestimmte fossile Reste aus Grabungen der vergangenen Jahre von deutschen Forschern noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Das Resultat ist beachtlich: In den Gesteinsproben, die in mehreren hundert Bananenkisten gelagert wurden, befand sich ein Geißelskorpion.

Das Exemplar ist vollständig als Hohldruck im Gestein erhalten. Es ist der erste für das Zeitalter des Perms nachgewiesene Skorpion seiner Art – rund 290 Millionen Jahre alt.

Interview: Ralph Kretzschmar – Grabungsleiter

Das Team rund um Grabungsleiter Ralph Kretzschmar konnte außerdem noch weitere Funde sichern. Unter den Funden waren gut erhaltene Knochenreste, die als Kiefer und Schlüsselbein eines Amphibiums identifiziert werden konnten.

Weitere besondere Entdeckungen sind Spinnentiere, sowie Hundert- und Tausendfüßer.

Zusammen mit den bisher gefundenen Ursauriern und Waldskorpionen vervollständigen diese neuen Fossilien das Bild vom Chemnitzer Ökosystem vor 290 Millionen Jahren.