Ergebnis der Substanzanalyse steht fest: Mango-Früchte im Lager der Leipziger Einzelhandelsfirma waren mit Permanganat behaftet

Am 10. Mai wurde im Lager einer Leipziger Einzelhandelsfirma eine an Mango-Früchten haftende bräunlich-violette Substanz festgestellt. Eine Verkäuferin hatte sich daran verletzt.

Eine Substanzanalyse von Sachverständigen der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) ergab jetzt, dass es sich dabei um Permanganat handelt. Der gefundene Stoff wird unter anderem als vergleichsweise schwaches Fungizid und Bakterizid zur Behandlung von Obstbäumen, Olivenbäumen und Reben auch im ökologischen Landbau eingesetzt.

„Vermutlich erfolgte die oberflächliche Kontamination der Mango bereits im Herkunftsland. Bei sehr hoher Konzentration und großer Expositionsmenge kann Permanganat lokale Reizungen oder Verätzungen verursachen“, sagte Dr. Frank Stephan, Abteilungsleiter Tierische Lebensmittel im Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt der Stadt Leipzig.

Zwar ist die Substanz stark färbend und beim Verschlucken gesundheitsschädlich, da es sich im vorliegenden Fall aber um eine ausschließlich oberflächliche Kontamination handelt, können Gesundheitsschädigungen nach dem Verzehr des Erzeugnisses ausgeschlossen werden.

Seitens des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes wurden nach Bekannt werden des Ereignisses unverzüglich Prüfungen und Ermittlungen eingeleitet sowie die für den Vorlieferanten territorial zuständigen Behörden informiert. Im Rahmen des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes leitete der betroffene Lebensmittelunternehmer sofort Maßnahmen ein, um das betroffene Lebensmittel vom Markt zu nehmen. Darüber hinaus warnte er die Öffentlichkeit.