Ergebnisloses Gespräch zur Finanzierung der Schlecker-Transfergesellschaft

“Es gab keine belastbaren Vorschläge, wie die Idee der Finanzierung einer Transfergesellschaft über die Länder praktisch umgesetzt werden kann“, so Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler nach der Sitzung in Berlin. +++

Das heutige Gespräch zur Finanzierung einer Transfergesellschaft verlief ergebnislos: „Es gab keine belastbaren Vorschläge, wie die Idee der Finanzierung einer Transfergesellschaft über die Länder praktisch umgesetzt werden kann“, so Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler nach der Sitzung in Berlin. „Die vorliegenden Fakten genügen nicht, um eine finanzielle Beteiligung des Freistaates Sachsen in Erwägung zu ziehen.“

Sachsen nahm an dem Gespräch teil, obwohl der Freistaat ursprünglich nicht eingeladen war und nur auf Nachfrage in den Einladungsverteiler aufgenommen wurde. „So mangelhaft wie die Einladung für das Gespräch war auch die gesamte Gesprächsvorbereitung durch Baden-Württemberg, dem Sitzland von Schlecker und Initiator des Gespräches“, kritisiert Fiedler und weiter: „Für Sachsen liegt die Priorität in einer schnellen Vermittlung der durch die Insolvenz betroffenen Menschen in neue Arbeit. Dafür stehen gute Instrumente der Bundesagentur für Arbeit und vom Freistaat zur Verfügung. Der sächsische Arbeitsmarkt ist derzeit sehr aufnahmefähig.“

Marktentwicklung:
Laut Angabe des Branchenverbandes deutscher Drogisten sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als 3500 Fachdrogerien und Drogeriemärkte in Deutschland geschlossen worden.
In Sachsen sind Ende Februar 2012 1.234 Mitarbeiter bei Schlecker tätig, das heißt, 5 Prozent aller bei Schlecker Beschäftigten arbeiten in Sachsen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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