Erinnerung an Euthanasie-Opfer

In der St. Nikolaikirche an der Michaelstraße ist am Sonntag den Opfern des Euthanasie-Programms des NS-Regimes gedacht worden.

Bei der Gedenkveranstaltung sprach der Chemnitzer Historiker Dr. Jürgen Nitsche über das Schicksal von mehr als 500 Chemnitzern, die der Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer fielen.

Eine von ihnen war Elsa Gertrud Herold, die nach ihrer Tötung in den Gaskammern der Anstalt Pirna-Sonnenstein, in einer Urne auf dem Friedhof der Kirche beigesetzt wurde.

Zur Erinnerung an die Opfer dieser menschenverachtenden Tötungsaktionen wurde im Anschluss ein Gedenkstein enthüllt. Er wurde von dem Chemnitzer Bildhauer Volker Beier geschaffen.

Durch das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten waren ab 1940 mehr als 100.000 psychisch und körperlich behinderte Menschen systematisch getötet worden.

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