Erinnerungstafeln am Johannisplatz enthüllt

Leipzig – Drei Tafeln wurden zum Gedenken an die zerstörte Johanniskirche aufgestellt. Der Johannisfriedhof erhielt sein saniertes Grufttor zurück.

Das mehrteilige Erinnerungsprojekt am Johannisplatz ist fertig gestellt. Seit Montag informieren drei Tafeln, über die 1943 zerstörte Johanniskirche, die einst auf der Grünfläche stand. Die vierte Tafel macht die Bedeutung der Kirche in der Leipziger Reformationsgeschichte deutlich. Ab 1522 wurden hier die ersten lutherisch-inspirierten Predigten gehalten.
Auf dem Johannisplatz stand ebenfalls das von Johannes Schilling geschaffene Reformationsdenkmal. Dieses wurde während des zweiten Weltkrieges zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Neben den neu aufgestellten Tafeln erhält der Johannisfriedhof, die älteste kommunale Begräbnisstätte Leipzigs, ein Stück Geschichte zurück. Das schmiedeiserne Tor der Pomselschen Gruft, eines der letzten verbliebenen Gruftgitter wurde restauriert und wieder aufgestellt. Damit wurde es vor dem Verlust bewahrt.

Insgesamt hat die Erneuerung des Tores rund 19.000 Euro gekostet, dabei wurden 10.000 Euro von Fördermitteln des Freistaates Sachsen und die restlichen 9.000 Euro von der Stadt Leipzig finanziert.