Ermittlungen gegen ehemalige Markranstädter Bürgermeisterin wieder aufgenommen

Wie der designierte Markranstädter Bürgermeister Jens Spiske (FWM) am Donnerstag mitteilte, hat die Leipziger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Ex-Bürgermeisterin Carina Radon wieder aufgenommen. Streitpunkt ist erneut das Sportcenter. +++

Eine Spielerin des SC Markranstädt hatte sich beim Training aufgrund einer Pfütze in der Halle schwer verletzt. Durch das undichte Hallendach war Wasser eingedrungen und hatte so den Unfall verursacht. „Die Verletzung ist ernst. Zwar hat sich die erste Schockdiagnose nicht bestätigt, aber sie wird bestimmt für die nächsten Wochen ausfallen.“, so SCM-Pressesprecher Daniel Riegert auf Anfrage von LEIPZIG FERNSEHEN.

Der Verein hatte sich kurz nach dem Unfall an die Markranstädter Stadtverwaltung gewendet. „Man sagte uns, dass das Thema in der nächsten Sitzung des Technik-Ausschusses sein wird.“, so Riegert abschließend.

Indes hat die Leipziger Staatsanwaltschaft diesbezüglich die Ermittlungen gegen die Markranstädter Ex-Bürgermeisterin Carina Radon wegen „Baugefährdung und strafrelevanter Versäumnisse bei der Risikoabwehr am Sportcenter Markranstädt“ wieder aufgenommen.

Unter der Leitung von Frau Radon wurde das betroffene Sportcenter ohne Traglastprüfung und allgemeine Genehmigung gebaut. Bereits damals hatte es schon Wasserschäden gegeben. Unternommen wurde nichts.

Nach dem aktuellen Sportunfall beim SC Markranstädt werden die Fakten nun anscheinend erneut aufgerollt. In einem schreiben, das LF vorliegt, wurden die Betroffenen bereits am 11. Januar von der Leipziger Staatsanwaltschaft darüber in Kenntnis gesetzt. „Nach einer Beschwerde haben wir die Ermittlungen wieder aufgenommen. Wir werden den Sachverhalt nun prüfen und danach entscheiden, ob das Verfahren vor Gericht landet oder fallen gelassen wird.“, so Staatsanwalt Ricardo Schulz gegenüber LEIPZIG FERNSEHEN.