Ermittlungsgruppe „Balkon“ in Dresden reaktiviert

Den Ermittlungen der Dresdner Kriminalpolizei zufolge haben seit Anfang Oktober Unbekannte insgesamt 20 Wohnungseinbrüche verübt. Die Einbrüche konzentrieren sich auf die Dresdner Stadtteile Johannstadt und Striesen. Betroffen waren immer Erdgeschosswohnungen rekonstruierter Mehrfamilienhäuser. +++

Besonders auffällig ist die gleichgelagerte Begehungsweise der Einbrüche. So drangen die Unbekannten immer über die Balkontür oder ein Fenster an der Rückseite der Häuser ein. Offenbar nutzten sie auch zielgerichtet die frühere Dunkelheit aus, denn die Taten ereigneten sich vor allem in den abendlichen Dämmerungsstunden.

Die Einbrecher hatten es vor allem auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Vereinzelt stahlen sie auch handliche Technikartikel wie Fotoapparate oder Laptops. Der Gesamtschaden summiert sich gegenwärtig auf ca. 50.000 Euro. Nach Einschätzung der Ermittler weisen die aktuellen Fälle Ähnlichkeiten zu den Einbruchsserien im vergangenen Jahr auf.

Damals waren sogenannte „reisende Täter“ innerhalb von drei Wochen in zahlreiche Erdgeschosswohnungen eingebrochen. (siehe auch Medieninformation 92/2012 und 96/2012 der Polizeidirektion Dresden). Vor dem Hintergrund hat die heute reaktivierte Ermittlungsgruppe „Balkon“ die weiteren Ermittlungen und Prüfungen zu möglichen Zusammenhängen übernommen. Gleichzeitig sind zusätzliche zivile Einsatzbeamte in dem Schwerpunktbereich im Einsatz.

Die Polizei fragt:

Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit den Einbrüchen gemacht? Wer hat verdächtige Personen im Umfeld der Einbrüche beobachtet? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.

Die Ermittler gehen wieder von „reisenden Tätern“ aus, werden besonders Pensionsbetreiber um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten. Geben Sie der Polizei einen Hinweis, wenn sich eine Gruppe Männer mehrere Tage bei Ihnen eingemietet hat.

Quelle: Polizei Dresden