Ermittlungsgruppe „Gewalttäter Dresden“ hat Ermittlungen abgeschlossen

Die Ermittlungsgruppe (EG) „Gewalttäter Dresden“ hat die Untersuchungen im Zusammenhang mit den Fußballausschreitungen im Oktober 2007 abgeschlossen. Die Ermittlungen umfassten 109 Straftaten.

Bei dem Gros der Straftaten handelte es sich um Landfriedensbruch, Körperverletzungsdelikte und Sachbeschädigungen. Zudem wurden 30 Ordnungswidrigkeiten bearbeitet, unter denen sich Verstöße gegen das Versammlungs- und das Sprengstoffgesetz befanden.Die Dresdner Kriminalisten konnten insgesamt 272 Tatverdächtige ermitteln. Unter diese Tatverdächtigen fallen 134 Erwachsene (über 21 Jahre), 78 Heranwachsende (18 bis 21) und nicht zuletzt 60 Jugendliche (14 bis 18). Einige von ihnen begingen oder beteiligten sich mehrfach an Straftaten. Die Staatsanwaltschaft hat bisher gegen 44 Beschuldigte Anklage erhoben und gegen weiter 15 Beschuldigte im Vorverfahren erzieherische Maßnahmen, wie Arbeitsauflagen oder Geldbußen erwirkt.  Zwischenzeitlich hat das Amtsgericht Dresden u.a. vier Urteile mit Freiheitstrafen ohne Bewährung, zwei Urteile mit Jugendstrafen ohne Bewährung, ein Urteil mit Jugendarrest und zehn Urteile mit Freiheitsstrafen auf Bewährung gegen ermittelte Täter ausgesprochen.

Bewährt hat sich nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft und der Polizei erneut eine gezielte Öffentlichkeitsfahndung nach einigen Gewalttätern. Sie hatten sich an den Ausschreitungen Lennéstraße und am Rathausplatz beteiligt. Da ihre Identität zunächst nicht geklärt werden konnte, wurden deren Bilder in den Medien sowie auf Plakaten veröffentlicht. Danach gingen fast 70 Hinweise bei der Dresdner Polizei ein. Im Ergebnis konnten 14 Personen zweifelsfrei identifiziert werden. Im Hinblick auf kommende Fußballspiele sagte Polizeipräsident Dieter Hanitsch heute in Dresden: „Die vielen Hinweise zu der öffentlichen Fahndung haben gezeigt, dass die Dresdner kein Verständnis für derartige Ausschreitungen haben. Daher muss auch in Zukunft jeder Fußballgewalttäter damit rechnen, dass sein Foto in der Zeitung steht und er zur Verantwortung gezogen wird.“ Nach dem Fußballspiel der SG Dynamo Dresden (A) gegen den 1. FC Lok Leipzig am 28. Oktober 2007 war es zu Gewalttätigkeiten gekommen. Nach Spielende versuchten gewalttätige Fußballfans die abreisenden Leipziger zu attackieren. Es kam unter anderem auf der Lennéstraße und am Hauptbahnhof zu Gewalttätigkeiten. In der Folge hatte die Dresdner Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungsgruppe „Gewalttäter Dresden“ ins Leben gerufen.

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.

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