Erneuerbare Energien sollen für Wachstum sorgen

Der Wirtschaftszweig rund um die Erneuerbaren Energien befindet sich in Sachsen weiterhin im Aufwind.

 Das bestätigt eine im Auftrag der Sächsischen Energieagentur – SAENA erarbeitete Studie, die Wirtschaftsminister Thomas Jurk und Umweltminister Frank Kupfer heute in Dresden vorgestellt haben. Im Vergleich zu Einschätzungen aus dem Jahr 2007 wird nach den jetzt vorgelegten Prognosen die Dynamik bis 2010 noch weiter zunehmen. Für die Jahre 2009 und 2010 wird mit einem Beschäftigungs- und Umsatzwachstum von jährlich 15 Prozent gerechnet.

 „Ich bin zuversichtlich, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage diese dynamische Entwicklung maximal bremsen, aber nicht umkehren kann“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk. Neben der sehr konservativen Datenerfassung spreche dafür, dass die wesentlichsten Investitionen für den prognostizierten Zeitraum bereits getätigt seien.

 Modernste hochproduktive Werke, wie die Eickhoff Wind Power GmbH Klipphausen, seien jüngst entstanden und weitere, wie bei der Deutschen Solar AG in Freiberg, würden gerade errichtet.Umweltminister Frank Kupfer sieht vor allem im außereuropäischen Export ein erhebliches Wachtumspotenzial. „Die Ankündigungen des neuen US-Präsidenten deuten auf einen grundlegenden Wechsel in der Energiepolitik der USA hin. Deutsche Unternehmen werden ganz sicher am Ausbau der erneuerbaren Energien in den USA partizipieren.“

 “Im Bereich der Erneuerbaren Energien sind im Freistaat derzeit rund 7.300 Unternehmen und Anlagenbetreiber mit etwa 7.500 Beschäftigten tätig. Sie erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 2,4 Milliarden Euro. Laut Studie entfallen davon mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und 5.100 Beschäftigte auf 390 Industrie-Unternehmen, die Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien entwickeln, herstellen, planen und errichten.
 
 „Die enge Verflechtung von Forschung, Entwicklung, Produktion und Ausbildung von Fachkräften hat sich als Magnet für zahlreiche Unternehmen und Institute im Hochtechnologiebereich erwiesen“, so Jurk weiter. „Sächsische Unternehmen gehören in vielen Bereichen der Erneuerbaren- Energien-Branche zu den Weltmarktführern.“Der Bund hat mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem am 01.01.2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich bereits einen rechtlichen Rahmen geschaffen.

 Demnach besteht bei Neubauten die Pflicht, bei der Wärmeerzeugung mindestens 15 Prozent erneuerbarer Energien einzusetzen. Für bestehende Gebäude werden durch unterschiedliche Fördervarianten zusätzliche Anreize geschaffen. „Geld, das für Investitionen in erneuerbare Energien eingesetzt wird, ist so sicher und nachhaltig angelegt, wie kaum anderswo. So ist bei der Erzeugung von Strom die Vergütung für 20 Jahre staatlich garantiert“, betont Umweltminister Kupfer.

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