Erneut massiver Gegenprotest bei Legida-Aufmarsch

Das islamfeindliche Bündnis Legida ist am Montagabend zum 27. Mal durch die Leipziger Innenstadt marschiert.

Den rund 500 Teilnehmern standen mehr als 900 Gegendemonstranten gegenüber.

Laut Polizei verlief der Abend weitestgehend ruhig. Während der Versammlung gab es aggressive, verbale Äußerungen zwischen den Legida-Sympathisanten und den Gegenprotestanten. Außerdem kam es zu kleineren Rangeleien am Burgplatz. Die Gegeninitiative „Legida? Läuft nicht“ hatte zu einem Laternenumzug aufgerufen.

Eine angemeldete Kundgebung vom Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ an der Hainspitze wurde kurzfristig wieder abgemeldet. Stattdessen versammelten sich dort spontan mehrere Gegendemonstranten unter dem Motto „Refugees welcome“. Auch vor der Thomaskirche formierte sich der Protest gegen Legida.

In ihren Redebeiträgen forderten die Unterstützer des fremdenfeindlichen Bündnisses erneut die Absetzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch auf die Ereignisse in Paris wurde eingegangen. Legida-Chef Markus Johnke bedauerte offenbar, dass trotz der Anschläge nicht mehr Leipziger an der Demonstration teilgenommen hatten.

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