Erneute Pleite für Lok Leipzig

Oberligist 1. FC Lok hat das Testspiel beim Thüringenliga-Spitzenreiter 1. FC Gera deutlich mit 1:4 (0:3) verloren.

Das Unheil aus Ergebnissicht nahm ab der 17. Minute seinen Lauf, als Danny Moses ungeahndet in offensichtlicher Abseitsstellung die Kugel zur Führung der Gastgeber ins Tor heben durfte. Nur sechs Minuten später staubte Pavel Misak am langen Pfosten einen zuvor nicht geklärten Eckball ab. Lok war bemüht, diesen abermaligen Rückschlag schnellstens zu beheben – doch weder Alexander Kunert allein vor dem gegnerischen Kasten (24.), Markus Krug – seinen Kopfball klärte Armand Deugoue auf der Linie (26.) – noch Benedikt Seipels große Kopfballmöglichkeit (31.) stellten den in der Luft liegenden Anschluss her. Stattdessen versenkte Geras Kapitän Marco Weißhaupt aus einem Konter heraus den Ball noch eiskalt zum 0:3 aus Leipziger Sicht (36.).

Unmittelbar nach Wiederanpfiff schraubte Moses den Rückstand per verwandeltem Foulelfmeter weiter in die Höhe, bis dem eingewechselten René Heusel, ebenfalls vom Elfmeterpunkt, endlich das 1:4 gelang (53.). Es war der Beginn einer drückenden Überlegenheitsphase des 1. FC Lok, gekennzeichnet durch unentwegt angeschobene Angriffssituationen und daraus resultierenden Chancen beinah im Minutentakt. Unter anderem spitzelte Scholze einen Lupfer von Heusel von der Linie (58.), kurz darauf krachte ein Drehschuss des Lok-Torschützen an die Latte (58.) und auch Thorsten Görkes Freistoß zischte um Millimeter am linken Pfosten vorbei (75.). Schlussendlich verfehlte noch Markus Saalbachs Kopfball knapp sein Ziel (85.). „Wenn auch gegen einen guten Gegner gibt es keine Alibis für dieses fürchterliche Ergebnis. Dennoch ist es äußerst unglücklich, dass die Partie so früh unter anderem durch zwei krasse Fehlentscheidungen des Schiedsrichters für uns in eine negative Richtung gelenkt wurde“, konstatierte Trainer Mike Sadlo und ergänzte: „Viel enttäuschender ist es jedoch, dass wir es – trotz zahlreicher sehr guter Möglichkeiten – nicht geschafft haben, in ein Spiel zurückzufinden, das gut und gerne auch 6:4 für uns hätte ausgehen können.“