Ernst-Grube-Halle wird zur Flüchtlingsunterkunft

Wie die Landesdirektion mitteilte sollen in der Grube-Halle am Sportforum bis zu 500 Flüchtlinge unterkommen. Die Ersten werden bereits am Freitag erwartet. Diese Notlösung sei vorerst für zwei Monate angedacht. +++

Seit Montag wurde getuschelt. Nun ist es offiziell. Laut Landesdirektion sollen in der Ernst-Grube-Halle bis zu 500 Flüchtlinge unterkommen. Die Ersten werden schon am Freitag erwartet. Grund ist der weiter anhaltende Flüchtlingsstrom nach Sachsen. Die anderen Erstaufnahmelager im Freistaat seien restlos überfüllt, als Interim käme nur die Ernst-Grube-Halle in Betracht. Die Stadt Leipzig hatte dabei kein Mitspracherecht und wurde erst am Dienstagabend über etwaige Absichten informiert. Christoph Zenker, der Vorsitzende im Sportausschuss des Stadtrates und sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ist sauer.
Für noch fraglicher als die Informationspolitik des Freistaates halten viele die Auswahl des Objektes. Eine Sporthalle, in der im Moment glücklicherweise dank der Ferien weniger los ist als sonst. Die Notlösung kommt bei Christopher Zenker jedenfalls nicht gut an.
Nun heißt es die Situation irgendwie zu meisten und weiterzudenken. Die Flüchtlinge sollen erst einmal bis Oktober in der Ernst-Grube-Halle unterkommen. Danach geht das neue Semester los und die Halle wird wieder für sportliche Zwecke gebraucht. Doch selbst in den zwei Monaten bis dahin verlieren viele Vereine ihre Wettkampf- und Trainingsstätte. Hier ist laut Zenker auch das Innenministerium gefragt, um Abhilfe zu schaffen.
Auch das Sportamt will sich mit den betroffenen Vereinen in Verbindung setzen. Nähere Informationen zur „Flüchtllingsunterkunft Grube-Halle“ wird es es am Donnerstag oder Freitag geben, so eine Sprecherin der Landesdirektion.