Eröffnung Jubiläumswoche 125 Jahre Südfriedhof: OB Burkhard Jung enthüllt Sanierungstafel am neu sanierten Kolumbarium

Unter dem Thema „Tradition bewahren – Zukunft gestalten“ wird vom 21. bis 28. Mai 2011 mit einem vielseitigen Festprogramm das 125-jährige Bestehen des Leipziger Südfriedhofes begangen.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung eröffnet die Festwoche am Samstag, 21. Mai, 10 Uhr, mit der Enthüllung der Sanierungstafel im Eingangsbereich des sanierten Kolumbariums.
Die Besucher der Jubiläumswoche erwartet ein abwechslungsreiches Programm.
 
Dazu gehört unter anderem die Fahrt mit einer Hubbühne, um den Friedhof aus der Vogelperspektive zu betrachten, eine Lesung mit Clemens Meyer, ein Konzert mit dem Chor La Bohemé sowie umfangreiche Angebote der Friedhofgewerke mit einem Gartenmarkt, der Festvortrag „125 Jahre Südfriedhof – auf dem Weg vom Erdbestattungsfriedhof zum Urnenfriedhof“ von Heiko Rosenthal (Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport) sowie die Podiumsdiskussion „Friedhof Adé? Neue Bestattungsformen – Individualität oder Verdrängung?“. Stimmungsvoller Abschluss ist ein Konzert mit dem Gospelchor Salttown Voices.

Die Sanierung des Kolumbariums auf dem Südfriedhof erfolgte unter anderem mittels einer durch den Projektträger LESG (Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH) gesteuerten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme, gefördert von der ARGE Leipzig (jetzt Jobcenter). Als Bauherr fungierte das Amt für Stadtgrün und Gewässer (Abt. Friedhöfe) – als Baufachamt das Hochbauamt.

Für rund 187.020 Euro wurden im Jahr 2008 die erdberührten Außenwände vertikal abgedichtet, die Innen- und Außenwände horizontal abgedichtet sowie die Freitreppen aus Granit instandgesetzt. Zudem erfolgte eine Betonsanierung der Stahlbetondecken über dem Untergeschoss. Danach wurde bis Ende März dieses Jahres für rund 755.600 Euro das Kolumbarium denkmalgerecht saniert.

Dazu gehörten unter anderem Putzarbeiten in Wandelgang und Untergeschoss, die Wiederherstellung der Rabitzdecken im Untergeschoss sowie die Sanierung der Brüstungs- und Außenmauern. Die Anwendung der in Vergessenheit geratenen handwerklichen Techniken wie die Anfertigung von scharriertem Steinputz an den Urnenkammern oder die umfangreiche Wiederherstellung von Rabitzdecken stellen eine absolute Besonderheit dar.