Erschreckende Loveparade-Bilanz: 20 Tote und über 500 Verletzte – Polizei Köln übernimmt die Ermittlungen

Die Polizei Duisburg gab Montagabend bekannt, dass eine junge Besucherin der Loveparade ihrer Verletzungen erlag. Unterdessen gehen die öffentlichen Schuldzuweisungen zwischen dem Veranstalter der Techno-Party, Rainer Schaller, der Stadt Duisburg und der Polizei weiter.

Die Kölnische Rundschau berichtet, dass Duisburgs Oberbürgermeister die Genehmigung für die Loveparade erst am Samstag gegen 9 Uhr erteilt habe. Die Polizei habe bis zuletzt auf das Sicherheitsrisiko bei der anstehenden Großveranstaltung hingewiesen, so die Kölnische Rundschau.

Im einen Interview wirft der Veranstalter der Loveparade der Polizei vor, sie habe durch das Öffnen von Schleusen vor dem Tunnelzugang auf dem Partygelände zu der Tragödie beigetragen. Die Polizei Köln, welche die Ermittlungen übernommen hat, weist die Vorwürfe als „verfrühte Spekulationen“ zurück.

Die Polizei und auch Rainer Schaller heizen unterdessen Spekulationen zu den wirklichen Besucherzahlen der Loveparade an: Anfangs kursierte die Zahl 1, 4 Millionen. Doch ein Polizeisprecher meinte, dass lediglich von 300.000 bis 400.000 Menschen auf dem Gelände waren. Rainer Schaller korrigierte die Besucherzahl sogar noch weiter nach unten, auf 187.000.