Erst Abwehrschlacht, dann Torefestival – DHfK bezwingt Gensungen

Eine Halbzeit brauchen die Handballer des SC DHfK Leipzig, um sich auf die HSG Gensungen/Felsberg einzuspielen. Dann dominieren sie das Spitzenspiel und revanchieren sich mit einem 32:23 (11:11) für ihre Hinspielniederlage.

Die Nordhessen, immerhin Fünfter der 3. Liga Ost, traten wie im Hinspiel unerschrocken auf. Sie wollten den Leipzigern nach deren erster Saisonniederlage am 10. Spieltag (40:35) die nächsten Punkte im Aufstiegskampf abnehmen. Ein überragender Carsten Göbel sorgte mit seinen drei Toren für ein erstes Achtungszeichen (0:3, 6.).

Danach fingen sich die Hausherren etwas, kamen durch Streitenberger und Boese selbst zu Erfolgen und konnten sich bei Michael Galia bedanken, dass der Rückstand nicht schon frühzeitig stärker anwuchs (2:4, 11.). Nach der torarmen Anfangsphase sorgte der eingewechselte Eric Jacob für mehr Gefahr und erzielte den ersten Ausgleich (4:4) vier Minuten später.

Göbel traf jedoch weiter nach Belieben und hielt seine Mannschaft in einer
zerfahrenen und hektischen Phase (8:8, 23.) im Rennen. Mit nun variablerem Offensivspiel und verschiedenen Schützen legten die Hessen, angefeuert von rund 50 mitgereisten Anhängern, bis zur Pause immer vor. Den Leipzigern blieb der Ausgleich zum 11:11 und ihrem Trainer Uwe Jungandreas viel Klärungsbedarf in der Kabine.

Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Schützlinge fanden nach dem Wiederanpfiff besser ins Spiel zurück. Die Hektik indes blieb. Ballverluste, Offensivfouls und vergebene Chancen auf beiden Seiten prägten die ersten Minuten, bevor die Hausherren ihr Spiel gefunden hatten.

Was dann kam, war beeindruckend. Binnen sieben Minuten schafften sie dank eines mannschaftlichen Kraftaktes ein Polster (16:11, 39.). In dieser vorentscheidenden Phase, in der die Gäste erst nach zehn Minuten selbst einnetzen konnten, nutzten Uli Streitenberger, Thomas Oehlrich und Eric Jacob nun konsequenter die sich bietenden Lücken (22:16, 48.).

Die Gelb-Schwarzen steckten nicht auf, doch die insgesamt zehn Treffer von Göbel allein waren nicht genug, um noch einmal entscheidend zu verkürzen (23:19, 50.). Er und seine Mitspieler rieben sich an der guten DhfKDefensive zusehends auf und mussten die Grün-Weißen, die nun ein Torfeuerwerk (27:21, 55.) entfachten, vor 865 begeisterten Zuschauern ziehen lassen.

Text: C. Masche