Erste bilinguale Kita mit Gebärdensprache in Dresden

Am Donnerstag, 29. Oktober, eröffnet die erste bilinguale Kindertageseinrichtung (Kita) mit Gebärdensprache in Dresden auf der Maxim-Gorki-Straße 4. Sie hat 92 Kindergarten- und zehn Integrationsplätze. +++

Am Donnerstag, 29. Oktober, eröffnet die erste bilinguale Kindertageseinrichtung (Kita) mit Gebärdensprache in Dresden auf der Maxim-Gorki-Straße 4. Die mit 92 Kindergarten- und zehn Integrationsplätzen ausgestattete bilinguale Kindertageseinrichtung ist die erste integrative Einrichtung dieser Art in Dresden. Sie zeichnet sich durch ihr zweisprachiges Konzept aus, in dem Kinder ganz unabhängig von ihrem Hörvermögen die Möglichkeit erhalten, die Gebärdensprache zu erlernen. „Die Kita ist damit keine Einrichtung allein für Kinder mit Hörbehinderung, sondern ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu gelebter Inklusion“, stellt Dr. Kristin Kaufmann, Sozialbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, klar.

Von 13.30 bis 15.30 Uhr findet eine Einweihungsfeier statt. Jungen und Mädchen der Kindertageseinrichtung sowie der Ganztagsbetreuung des Förderzentrums für Hörgeschädigte der Johann-Friedrich-Jencke-Schule feiern zusammen mit Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Kaufmann den offiziellen Einzug in das neu sanierte Haus. Interessierte Eltern sowie Anwohnerinnen und Anwohner sind herzlich eingeladen dabei zu sein und sich einen Eindruck von dem aufwändig sanierten Haus und den beiden Kindertageseinrichtungen zu machen. Die Feierlichkeiten beginnen mit einem kleinen Festakt im Speisesaal von Schule und Ganztagesbetreuung. Zum Abschluss lassen die Kinder gemeinsam mit ihren Gästen Luftballons in den Himmel steigen. Die in Trägerschaft des städtischen Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen geführten Einrichtungen wollen sich mit der kleinen Einweihungsfeier bei all jenen bedanken, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.

Die ersten Kinder des bilingualen Kindergartens werden bereits seit 1. Juli 2015 im neu sanierten Haus betreut. Ende August eröffneten die Etagen für das Hortangebot der Ganztagesbetreuung des Förderzentrums der Johann-Friedrich-Jencke-Schule sowie das ebenfalls im Haus untergebrachte Heim für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche. Seitdem können die Mädchen und Jungen gemeinsam an diesem inklusiven Standort an der Maxim-Gorki-Straße 4 leben, forschen und spielen.

Das ursprünglich als Kinderwaisenhaus um 1900 erbaute Gebäudeensemble wurde zu einem inklusiven Bildungs- und Lebenszentrum modernisiert. Knapp vier Millionen Euro wurden dafür in die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses, spezielle Raumakustik zur Unterstützung hörgeschädigter Kinder sowie die Gestaltung der Außenanlage investiert. Nach einjähriger Bauzeit bietet der Standort jetzt optimale Bedingungen für einen inklusiven Kindergarten, das Hortangebot der Ganztagesbetreuung des Förderzentrums der Johann-Friedrich-Jencke-Schule sowie für das Heim für hörgeschädigte Kinder.  

Quelle: Landeshaupstadt Dresden