Erste Geburt in einer sächsischen Notunterkunft

Wie jetzt bekannt wurde, haben Mitarbeiterinnen des DRK am 4. Januar einen kleinen Jungen in Meißen-Bönitzsch entbunden.

Zum ersten Mal wurde ein Kind in einer sächsischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge geboren. Wie erst jetzt bekannt wurde, kam der kleine Mohamad am 4. Januar um 10:48 Uhr in Meißen-Bonitzsch zur Welt.

Der Junge wog bei seiner Geburt 2650 Gramm und maß 45 Zentimeter. Seine Mutter befand sich gerade auf dem Weg zum medizinischen Versorgungspunkt der Notunterkunft, als die Geburt begann. Betreut wurde sie vor Ort durch zwei Mitarbeiterinnen, da der gerufene Notarzt nicht rechtzeitig zur Verfügung stand.

„Das war ein hinreißendes Erlebnis für unsere Kolleginnen. Die Freude war an diesem Tag allen Mitarbeitern mit einem Dauerlächeln ins Gesicht geschrieben“, fasst Einrichtungsleiterin Sarah Schenke vom Deutschen Roten Kreuz die Ereignisse zusammen. Mutter und Kind werden von einem Hebammenteam betreut und sind wohlauf. Mohamad ist das vierte Kind der Familie Akraoy, die vor drei Monaten vor der terroristischen Organisation Islamischer Staat (IS) floh.