Erste Hinweise: Pferdefleisch-Skandal erreicht Sachsen

Der sächsische Verbraucherschutz meldet, dass es erste Hinweise über Lieferungen mit nicht deklariertem Pferdefleisch gibt. +++

Die entsprechenden Informationen des Verbraucherschutzministeriums stammen aus Nordrhein-Westfalen, wo involvierte Handelseinrichtungen (REWE, METRO, EDEKA etc.) ansässig sind.
 
Von Nordrhein-Westfalen aus sollen auch Zentrallager in Sachsen mit „Lasagne Bolognese Gut & Günstig“ beliefert worden sein. Seitens der zuständigen Zentrale wurde mitgeteilt, dass eine entsprechende Information der Empfängerbetriebe vorgenommen wurde und ein Rückruf erfolgt sei. Derzeit wird geprüft, ob angeschuldigte Ware überhaupt nach Sachsen geliefert wurde, ob solche noch vorrätig ist oder bereits ausgeliefert wurde.
 
Verbraucherschutzministerin Christine Clauß hob hervor, dass vorsorglich die sächsischen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter sowie die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen bereits zu Wochenbeginn  angehalten wurden, im Rahmen der amtlichen Probenahme und Untersuchung von relevanten Lebensmitteln (Fertigerzeugnisse mit Hackfleisch vom Rind) die Problematik „nicht deklariertes Pferdefleisch“ besonders zu berücksichtigen.
 
Nach den dem Verbraucherschutzministerium vorliegenden Informationen ergreifen die in Deutschland von dem aktuellen Problem „nicht deklariertes Pferdefleisch in Fleischgerichten“ betroffenen Lebensmittelunternehmen diesbezüglich sehr stringente Maßnahmen.
 
Betroffene Unternehmen sind grundsätzlich im Rahmen des geltenden Rechts verpflichtet, Liefer- und Empfangsbeziehungen für die betroffenen Lebensmittel offen zu legen und wirtschaftsseitig Entsprechendes zu veranlassen (z. B. Rücknahme, Rückruf).