Erster EHEC-Verdachtsfall in Sachsen

Leipzig (dapd-lsc). In Sachsen gibt es den ersten EHEC-Verdachtsfall.

Eine junge Frau sei am Mittwoch mit den typischen Symptomen in die Uniklinik Leipzig eingeliefert worden, sagte Kliniksprecher Heiko Leske am Donnerstag auf dapd-Anfrage.

Es handele sich aber um einen mittelschweren Fall, die Patientin sei wieder nach Hause geschickt worden mit der Auflage, peinlichst auf Hygiene zu achten, um nicht weitere Menschen anzustecken. Gewissheit, ob es sich um EHEC-Bakterien handele, werde es erst am Freitag geben, der Test benötige 48 Stunden. „Die Vermutung liegt aber nahe“, sagte Leske.

In solch mittelschweren Fällen sei es besser, die Patienten ambulant zu versorgen und zu Hause zu isolieren. Die Gefahr, dass sie den Keim im Krankenhaus an Patienten oder Personal weitergeben, sei zu groß, sagte Leske weiter. Weitere EHEC-Fälle gibt es in Sachsen laut Gesundheitsministerium nicht. Es seien keine Erkrankungen gemeldet worden, sagte ein Ministeriumssprecher.

Das Bakterium hat in Deutschland bislang vier Todesopfer gefordert, rund 400 Personen haben sich mit dem gefährlichen Keim angesteckt, 140 leiden unter schweren Symptomen.

dapd

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