Erster Handyspürhund für Dresdner Justizvollzugsanstalt

Im sächsischen Justizvollzug wird ab sofort ein Handyspürhund eingesetzt. „Artus“ soll zukünftig das Einschmuggeln von Mobiltelefonen in das Gefängnis verhindern und aufdecken.+++

 

Der Schäferhund ist deutschlandweit der erste Diensthund in diesem Bereich.

Die Justizvollzugsanstalt in Zeithain hat einen neuen Mitarbeiter. „Artus“ ist ein belgischer Schäferhund und von Beruf Handyerschnüffler.

Am Freitag hat er offiziell seinen Dienst angetreten.

Er hat vor kurzem seine einjährige Ausbildung abgeschlossen und ist nun Deutschlands erster Handyspürhund.

Der Vierbeiner wird zukünftig in ganz Sachsen eingesetzt, um ins Gefängnis geschmuggelte Mobiltelefone aufzuspüren.

Bisher wurden Kontrollen in den Zellen durchgeführt, wobei auch Handydetektoren zum Einsatz kamen. Da diese aber eine geringe Reichweite haben und nun überholt sind, kam der Spürhund zum Einsatz.

„Arthus“ wurde darauf geprüft, dass er Handys aus allen Baujahren aufspüren kann. Was genau der Hund riecht, ist nicht klar.

Der Schäferhund zeichnet sich durch einen sehr ausgeprägten Spieltrieb aus, der besonders wichtig für den Einsatz in der Justiz ist.

Hundeführer und Herrchen Jörg Siebert ist die wichtigste Bezugsperson für „Artus“ und war bei den Trainings immer dabei.

Bei dem Einsatz des Handyspürhundes handelt es sich um ein Pilotprojekt. Sollte es sich als erfolgreich erweisen, könnten auch weitere Vierbeiner ausgebildet werden.