Erster Hasskommentator muss Geld zahlen

Sandro P. hat im Mai letzten Jahres auf Facebook öffentlich OB Jung beleidigt. Nun muss er rund 1400 Euro zahlen.

„Dieses Pack gehört gesteinigt und an die Wand gestellt, allen voran diese erärmliche Drecksau von OB Jung, dieser Vollassi.“

Diese Worte schrieb Sandro P. am 8. Mai als Kommentar auf der Seite des islamfeindlichen Legida-Bündnisses. Am Montag musste er sich vor dem Amtsgericht Leipzig dafür verantworten. Seine Strafe: eine Zahlung von fast 1400 Euro.

Denn Leipzigs Oberbürgermeister ließ die Äußerung nicht auf sich sitzen, sondern stellte Strafantrag gegen Sandro P. Der wurde Mitte August schließlich von der Kripo vernommen und gab zu, den hasserfüllten Kommentar geschrieben zu haben. Seine Begürndung: er habe sich durch die anderen Tiraden auf der Seite hinreißen lassen und bedauere das Ganze sehr. Nach der Vernehmung entschuldigte sich Sandro P. bei Jung.

Nichtsdestotrotz: Seit Montag ist klar, dass Sandro P. für seine verbale Attacke zahlen muss und zwar 1380 Euro. Der persönliche Referent des Oberbürgermeister, Tobias David, hat angekündigt, dass Jung gegebenfalls. auch gegen andere, ähnlich gelagerte Bedrohungen vorgehen werde.