Erster sächsischer Affenpocken-Fall in Dresden

Sachsen – Der erste Affenpocken-Fall ist im Freistaat nachgewiesen worden. Eine Person in Dresden habe sich, laut Stadtverwaltung, infiziert.

© SF/Benedict Bartsch

Bei zwei weiteren Personen aus Dresden bestehe der Verdacht, dass sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert haben. Sie zeigten typische Symptome und hatten Kontakt zu nachweislich Infizierten, außerhalb von Dresden. Bei ihnen stehe das Laborergebnis noch aus. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Infektionskette unterbrochen sei, da sich die Betroffenen isoliert haben.

Bundesweit sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Freitag 338 Fälle aus insgesamt 11 Bundesländern erfasst worden. Der sächsische Fall käme nun noch dazu.

Affenpocken sind eine seltene, von Tieren auf Menschen übertragbare Viruserkrankung. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind selten, aber bei sehr engem Kontakt möglich. Das Virus verursacht nach Angaben von Gesundheitsbehörden meist nur milde Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Hautausschlag. Die Zeit vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt zwischen 7 und 21 Tagen. (mit dpa)