Erster Wintertrend

Das Wochenende brachte stellenweise Bodenfrost bis minus 10 Grad, aber selbst in 2 Metern Höhe kühlte sich die Luft nachts auf minus 4 bis minus 8 Grad ab.

Hoch Ulla brachte dazu viel Sonnenschein und bescherte ein weiteres goldenes Oktoberwochenende. „Auch der Start in die neue Woche verläuft meist noch freundlich. Dienstag und Mittwoch bringt allerdings Tief Meeno viele Wolken und auch mal etwas Regen, doch schon ab Donnerstag schlägt Hoch Ulla zurück. Das Hoch kehrt aus Russland nach Deutschland und Mitteleuropa zurück. Somit wird auch das letzte Oktoberwochenende richtig goldig werden“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET.

Nachfolgend ein erster Ausblick auf den Wettertrend der kommenden Wintersaison, erstellt mit dem Langfristmodell Prognostica Magna:

November: Wie von WETTER.NET angekündigt, waren September und Oktober zwei richtig schöne Herbstmonate. Die Redewendung vom goldenen Herbst hat getroffen. Es gab mehr Sonne als üblich und es war überdurchschnittlich warm. Der November wird dagegen kühler als im langjährigen Mittel (Periode 1961 bis 1990) ausfallen. Erste Schneefälle bis in tiefe Lagen sind ab Monatsmitte möglich.

Dezember: Der Monat bringt anfangs einen Wechsel aus kalten und milden Wetterphasen. Dabei fällt vor allem in höheren Mittelgebirgslagen immer wieder Schnee. Nach Monatsmitte dann auch vermehrt im Flachland Schnee. Chancen auf Schnee zu Weihnachten bis runter ins Flachland liegen bei 40 %, bei Lagen über 200 Meter bei 60 %. Temperaturtechnisch fällt der Dezember normal bis leicht zu kalt aus.

Januar: Der Monat wird deutlich kälter als normal ausfallen. Nachts stellenweise bis minus 25 Grad kalt. Zeitweise gibt es besonders in höheren Lagen kräftige Schneefälle. Die Alpen können sich nicht über Schneearmut beklagen – ideale Bedingungen für Wintersportler.

Februar: Auch dieser Monat wird kälter als im langjährigen Mittel ausfallen. Immer wieder gibt es Schneefälle bis in tiefe Lagen und das bis Monatsende, stellenweise noch hinein bis in den März hinein!

Fazit:

Für Deutschland steht der vierte zu kalte Winter in Folge an. D.h. zum vierten Mal hintereinander liegen die Mittelwerte der Temperaturen unter den klimatologischen Referenzwerten von 1961 bis 1990. „Der vierte zu kalte Winter in Folge wäre eine kleine Sensation“ erklärt Diplom-Meteorologe Jung.

Aber wieso ist das so? Werden die Winter in Deutschland zukünftig immer kälter? Im Lauf der Woche schauen wir uns die Gründe dafür genauer an!