Erstes Friedensgebet 2009

Die Leipziger Friedensgebete in der Nikolaikirche haben eine lange Tradition.

Am Montag fand das erste Gebet dieses Jahres statt. Thema: Der Bau der Paulinerkirche. Noch immer sind die Diskussionen um eine mögliche Glaswand im Altarraum kontrovers.

Das Friedensgebet in der Nikolaikirche, musikalisch begleitet vom Universitätschor. Unter anderem dankte man im Gebet dafür, dass die Universitätskirche nach ihrer Sprengung nicht in Vergessenheit geriet. Und man dankte für den Namen des zukünftigen Gebäudes: Universitätskirche St. Pauli. Dabei seien Namen jedoch nicht Schall und Rauch, sondern Programm und Verpflichtung.

Interview: Klaus Fitschen, Professor für Theologie

Vor allem die Sorge um den künftigen Innenraum vereinte die Teilnehmer des Gebets. Wo man eine neutrale Feierhalle mit abgetrenntem Andachtsraum errichten will – so die Worte im Friedensgebet – könne man nicht von Geist und Würde, sondern nur von Spaltungsdenken sprechen. Das wiederum sei der traditionsreichen Leipziger Universität nicht würdig.

Interview: Martin Henker, Superintendent

Und so betete man für eine klare Entscheidung für einen ungeteilten Raum, in dem ein Geist des Glaubens, der Weltoffenheit und der Versöhnung dominiert.