Erstmals südafrikanische Corona-Mutation in Sachsen entdeckt

Leipzig - In Leipzig ist erstmals die südafrikanische Variante des Coronavirus festgestellt worden. Es ist auch der erste Fall in ganz Sachsen. Das teilten am Donnerstag die Stadt und das Universitätsklinikum (UKL) mit.

Die südafrikanische Mutation des Coronavirus ist erstmals in Sachsen festgestellt worden. Infiziert sei ein Patient in Leipzig, teilten die Stadt und Universitätsklinikum (UKL) mit. Das Coronavirus wurde im Rahmen des Routinescreenings aller Patienten am UKL erfasst und nachgewiesen.

Appell vom Oberbürgermeister 

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung äußerte sich zum ersten Fall in der Messestadt. Er appelliert, sich streng an die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln zu halten.

"Diese aufgetretene Mutation ist nach allem was wir wissen deutlich ansteckender als das uns bisher bekannte Corona-Virus. Es kommt jetzt mehr denn je auf jeden Einzelnen an, sich selbst und andere Menschen zu schützen und die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen", wird Jung in einer Mitteilung zitiert.

Variante ist ansteckender

Im Falle der jetzt festgestellten Virusvariante müsse laut UKL nun unter anderem geklärt werden, ob weitere Kontaktpersonen ebenfalls infiziert sind. "Daten aus anderen Ländern weisen darauf hin, dass diese Virusvariante ansteckender und damit letztendlich leider für die Bevölkerung auch gefährlicher ist, weil sich mehr Menschen infizieren und erkranken", so Dr. Pietsch, kommissarische Leiterin der Virologie am UKL. "Zudem gibt es erste Hinweise darauf, dass die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigt sein könnte."

Gerade in der jetzigen Situation sei es wichtig, eine weitere Steigerung der Infektionszahlen zu verhindern. Aktuell sind in Leipziger Krankenhäusern 305 COVID-19-Patienten in Behandlung, 104 davon am UKL. Insgesamt wurden seit März 2020 am UKL 468 Patienten aufgrund einer COVID-Erkrankung behandelt, 143 davon sind verstorben.