Erstunterkunft für Flüchtlinge – Bürgerverein Gohlis widerspricht Kudla

CDU-Bundestagsabgeordnete spricht laut Bürgerverein nicht für die Anwohner. Kritik auch von Seiten der Jungliberalen, der SPD und der Linken. +++

Die Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla sorgt derzeit einmal mehr für Diskussionen. Nachdem sie bereits den Moschee-Bau in Gohlis heftig kritisiert hat, schießt sie gegen das das nun geplante Erstaufnahmelager an der Ecke Max-Liebermann-Straße/Olbrichtstraße. Durch die Unterkunft für bis zu 500 Flüchtlinge sei die Attraktivität des Stadtteils Gohlis gefährdet, ist in einer Pressemitteilung zu lesen. Doch die Reaktionen ließen nicht lang auf sich warten. Linken-Stadträtin Juliane Nagel sprach von einer „Wahlkreispolitik auf dem Rücken der Flüchtlinge“, der Ex-OB und jetzige SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Tiefensee bezeichnete sie als „unbarmherzige Christdemokratin.“ Und auch der Bürgerverein Gohlis will von Kudlas recht eindimensionaler Darstellung nichts wissen.
Allerdings gibt es auch Stimmen, die Bettina Kudla rechtgeben, zumindest hat die CDU-Bundestagsabgeordnete bei einigen Anwohnern einen empfindlichen Nerv getroffen. Das letzte Wort ist in Sachen Erstunterkunft ist mit Sicherheit noch nicht gesprochen. Und höchstwahrscheinlich werden, nach Bettina Kudla, auch Weitere mit diesem Thema auf Stimmenfang gehen.