Erwerbstätigenzahl steigt um 14.000 Personen – marginale Beschäftigung nimmt ab

Um 14.000 Personen bzw. 0,7 Prozent stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Sachsen im Jahresdurchschnitt 2010. Besonders profitierten die Arbeitnehmer ohne marginal Beschäftigte mit einem Plus von knapp 18.000 Personen bzw. 1,2 Prozent. Auch die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen erhöhte sich 2010 und zwar um rund 1.500 Personen bzw. 0,7 Prozent.

Im Gegensatz dazu verringerte sich die Zahl der marginal Beschäftigten um reichlich 5 000 Personen bzw. 2,2 Prozent im Vergleich zu 2009. Trotzdem hatte diese Personengruppe, zu der die geringfügig entlohnten und kurzfristig Beschäftigten sowie die so genannten Ein-Euro-Jobs gehören, mit 12,3 Prozent einen höheren Anteil an allen Erwerbstätigen, als die Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen (rund 11 Prozent).

Mit der Belebung des sächsischen Arbeitsmarktes 2010 gewannen drei Branchen deutlich an Arbeitsplätzen: zum Einen der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister mit rund 13.000 Erwerbstätigen bzw. einem Anstieg um 4,0 Prozent. Zum Zweiten das Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen mit reichlich 6.000 Personen bzw. 3,1 Prozent sowie das Baugewerbe mit einem Zuwachs um rund 3.500 Personen oder 2,2 Prozent. Ein besonders deutlicher Aufschwung ging von der Arbeitnehmerüberlassung aus, die in den Unternehmensdienstleistern enthalten ist.

Die so genannten Zeitarbeiter werden in diesem Bereich erfasst, üben ihre Tätigkeit jedoch z. B. in der Industrie oder im Baugewerbe aus. Verluste an Erwerbstätigen im Vergleich zum Jahr 2009 verzeichneten insbesondere weitere Teilbereiche der öffentlichen und privaten Dienstleister, das Verarbeitende Gewerbe, der Handel sowie die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei.