Erzgebirge ist sächsische Drogenhochburg

Im vergangenen Jahr hatte der Zoll in Sachsen insgesamt 252 Kilogramm illegaler Drogen beschlagnahmt

Leipzig (ddp-lsc). Chemnitz und das Erzgebirge sind zur Drogenhochburg Sachsens geworden. Wie die «Leipziger Volkszeitung» (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf eine Statistik des Innenministeriums berichtet, wurden im vergangenen Jahr in der Region 417 Delikte mit synthetischen Drogen wie Crystal registriert. Dresden lag mit 196 Fällen weit dahinter, Leipzig, das bisher als sächsische Drogenhochburg galt, wies 101 Fälle auf.

Hintergrund ist offenbar, dass diese Drogen vornehmlich in Tschechien produziert und dann über das Erzgebirge und Sachsen in Deutschland verteilt werden, wie die Zeitung weiter berichtet. Sachsen sei nach wie vor Transitland für Drogen, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Lothar Hofner.

Aber auch bei Cannabis weise die Erzgebirgsregion mittlerweile mehr Fälle auf als die Metropolen Leipzig und Dresden, bei Heroin hingegen ist nach wie vor die Messestadt unrühmlicher Spitzenreiter in Sachsen: Im vergangenen Jahr wurden dort 430 Delikte registriert, in Chemnitz und im Erzgebirge waren es laut Zeitung 179, in Dresden 111.

Im vergangenen Jahr hatte der Zoll in Sachsen insgesamt 252 Kilogramm illegaler Drogen beschlagnahmt.

ddp