Es geht los – Erste Arbeiten für Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

Dresden - Ab Montag werden die umgebenden Kreuzungen für das Großprojekt im Dresdner Westen angepasst. Mit täglich 30.000 Ein- und Aussteigern ist die "Tharandter Straße" die am meisten frequentierte Haltestelle außerhalb des Innenstadtringes. Im Rahmen des Vorhabens Stadtbahn Dresden 2020 soll die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße als Teilabschnitt 1.1 zwischen Tharandter Straße und Gröbelstraße umgebaut werden. Die Kesselsdorfer Straße und die angrenzenden Straßenzüge von der Reisewitzer Straße bis einschließlich Kreuzung Tharandter Straße sollen saniert werden. Im Raum Löbtau müssen sich Dresdner in den nächsten Monaten immer wieder auf Umleitungen einstellen. Langfristig werden die Verkehrsführungen im Stadtteil verändert.

In der Vergangenheit gabe es viele Unfälle im Abschnitt zwischen Tharandter und Reisewitzer Straße. Das soll sich auf lange Sicht verändern: Ein Fußgängerboulevard soll entstehen. Die Haltestellen erhalten eine großzügige Überdachung ähnlich den Haltestellen am "Altmarkt" oder an der Haltestelle "Prager Straße". Der autofreie Boulevard soll die Lebensqualität im Stadtteil Dresden-Löbtau erhöhen. Barrierefrei sollen die Haltestellen werden. Die Kesselsdorfer Straße soll als wohngebietsnahes Einkaufs- und Geschäftszentrum aufgewertet und gleizeitig die Attraktivität von ÖPNV und Radfahrsituation verbessert werden.

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Das passiert im Einzelnen ab Montag

Rund um die künftige Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße beginnen umfangreiche Bauarbeiten. Dabei sollen die umgebenden Kreuzungen für die geänderten Verkehrsführungen angepasst werden. Dies betrifft:

- Kreuzung Kesselsdorfer Straße/Rudolf-Renner-Straße
- Kreuzung Wernerstraße/Reisewitzer Straße
- Kreuzung Wernerstraße/Löbtauer Straße
- Kreuzung Hirschfelder Straße/Freiberger Straße/Fabrikstraße
- Kreuzung Kesselsdorfer Straße/Wernerstraße/Gohliser Straße
- Kreuzung Löbtauer Straße/Bodelschwingstraße/Hirschfelder Straße

Baustart ist am Montag an den Kreuzungen Kesselsdorfer Straße/Rudolf-Renner-Straße und Hirschfelder Straße/Freiberger Straße/Fabrikstraße. Die Umbauarbeiten an allen genannten Kreuzungen sollen voraussichtlich bis zum 30. Juni 2018 beendet sein.

Zu den Arbeiten gehört der Neubau von Ampeln, einschließlich dem Aufbruch und der Wiederherstellung der jeweiligen Fußweg- beziehungsweise Straßendecken.  Punktuell werden zudem Leistungen für Versorgungsunternehmen ausgeführt, unter anderem Arbeiten an Fahrleitungen der Dresdner Verkehrsbetriebe AG, für die öffentliche Beleuchtung und an Trinkwasserleitungen der DREWAG Netz GmbH. Im Laufe der Baumaßnahme müssen immer wieder Straßenabschnitte für den Verkehr gesperrt werden. Autofahrer müssen sich aus diesem Grund auf Umleitungen im Raum Löbtau einstellen. Die Kosten für den Umbau der umliegenden Knotenpunkte betragen etwa 1,6 Millionen Euro.

Rückblick: Freistaat fördert eines der größten Infrastrukturprojekte Sachsens

Vier Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von rund 6 Millionen Euro hatte das Verkehrsministerium Anfang September an Andreas Hemmersbach, Vorstand Finanzen und Technik der DVB AG und an Raoul Schmidt-Lamontain (B'90/Die Grünen), Baubürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, überreicht. Jonathan Wosch hat sich dabei mit den Projektspartnern über das Großprojekt unterhalten. Außerdem hat der Moderator mit den beiden Politikern Eva-Maria Stange (Wissenschaftsministerin) und Andreas Barth (Ortsbeirat Cotta) über die Bedeutung für den Stadtteil Löbtau gesprochen.