„Es geht um Respekt!“ – Dulig zieht Bilanz zum Mindestlohn

Dresden/Sachsen- Die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns im Jahre 2015 hat besonders in Sachsen große Auswirkung gehabt. Wie dieser Schritt den Arbeitsmarkt beeinflusst hat, ist im Rahmen einer Studie vorgestellt worden. Wirtschaftsminister Martin Dulig zieht eine positive Bilanz aus den bisherigen Ergebnissen, hält jedoch unbedingt am Ziel von zukünftig 12 Euro Mindestlohn fest.

"Das eigentliche Ziel sind Tariflöhne!"

Nicht in allen Betrieben wurde der neue Gesetzesbeschluss ordnungsgemäß umgesetzt. In der Studie werden zum einen 201 Ordnungswidrigkeiten wegen Nichtgewährung des Mindestlohns verzeichnet. Weitere 113 Verstöße sind durch fehlende Melde- und Dokumentationspflicht entstanden. Dulig betont, bei dem Mindestlohn geht es um nichts anderes als eine Sittlichkeitsgrenze.

Aus der Studie ist eine Handlungsempfehlung an den Freistaat gefolgt. So werden unter anderem die Sensibilisierung in Form von Beratungs- und Informationsangeboten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aber auch die Stärkung von Kontrollmechanismen vorgeschlagen. Martin Dulig ist insgesamt zufrieden mit der damaligen Einführung des Mindestlohns und dem bisherigen Werdegang.