EU fördert Städtebau in Sächsischen Kommunen mit über 120 Millionen Euro

Allein die sächsische Landeshauptstadt erhält über 7,5 Millionen Euro für den Ausbau des Dresdner Nordwestens. Wohn- und Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtquartieren sollen mit der Förderung verbessert werden.+++

Ulbig: „Wohn-und Lebensqualität unserer Städte weiter verbessern“

Innenminister Markus Ulbig hat heute insgesamt 22 Fördermittelbescheide über 120 Millionen Euro an 21 sächsische Kommunen übergeben. Das Geld stammt aus dem EFRE-Programm zur integrierten Stadtentwicklung des Freistaates. Ziel der Förderung ist es, die Wohn- und Lebensbedingungen in den ausgewählten benachteiligten Stadtquartieren zu verbessern. Städtebauliche, demografische, wirtschaftliche, ökologische, kulturelle und soziale Defizite sollen behoben werden.

„In vielen Städten bzw. Stadtquartieren in Sachsen überlagern sich häufig städtebauliche, wirtschaftliche und soziale Probleme. Die mit dem EFRE geförderten Maßnahmenbündel tragen zum Abbau spezieller städtebaulicher Defizite bei. Dabei geht die Nachhaltige Stadtentwicklung über die städtebauliche Erneuerung hinaus.“, sagte Innenminister Markus Ulbig. „Um die Wohn- und Lebensqualität unserer Städte zu verbessern, müssen sie ausgebaut werden.“

Im Rahmen der Mittelverteilung wurden dem SMI für das Vorhaben 120,0 Mio. € zur Verfügung gestellt, 105,6 Mio. € für die Regionen Chemnitz und Dresden sowie 14,4 Mio. € für die Region Leipzig. Mit den Finanzhilfen sollen u. a. der öffentliche Raum aufgewertet und die soziale Infrastruktur saniert werden.
Im April dieses Jahres wurden die sächsischen Städte und Gemeinden mit über 5.000 Einwohnern aufgerufen, ein gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept einzureichen. Bis zum Ende der Antragsfrist am 31. August 2015 gingen insgesamt 26 Anträge aus 23 Städten ein.

Folgende Projekte erhalten unter anderen eine Förderung:
• die energetische Sanierung der Grundschule „Gebrüder Grimm“ im Stadtquartier „Westliche Altstadt“ der Stadt Auerbach/Vogtland,
• die barrierefreie Gestaltung des Fuß- und Radverkehrstunnels im Stadtquartier „EFRE – Chemnitz Innenstadt“ der Stadt Chemnitz,
• die Verbesserung der Fernwärmeversorgung durch Elbe-Dükerung und Errichtung einer Fernwärmeleitung im Stadtquartier „Nordwest“ der Stadt Dresden
• die Gestaltung der Bergkellereingänge im Stadtquartier „Innenstadt und Burgberg“ der Stadt Eilenburg.

Im Rahmen des EFRE werden die erarbeiteten Konzepte durch die Bündelung von Fördermöglichkeiten aus den thematischen Zielen „Reduzierung des Kohlenstoffdioxidausstoßes“, „Erhalt und Schutz der Umwelt“ sowie „soziale Inklusion und Armutsbekämpfung“ unterstützt.

Quelle: Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium des Innern