Europa spricht mit Sachsen

Dresden - Europa trifft auf Sachsen. EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich am Montagabend zusammen mit dem sächsischen Europaminister der Diskussion mit der Dresdner Handwerkskammer gestellt. 

Die sächsischen Handwerksbetriebe fordern mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse lokaler Unternehmen. Jörg Dittrich, der Präsident der Handwerkskammer Dresden, sieht die wachsende EU-Kritik besonders in den kleinen und mittelständischen Unternehmen und möchte vermitteln.Den Forderungen der Handwerkskammer begegnet Günther Oettinger mit großem Interesse. Er betont dabei aber auch, die Gefahr, die aus einer Abschottung des Landes für Handwerk und Industrie entstehen könnte.

An der anschließenden Diskussion beteiligen sich viele Vertreter von sächsischen Handwerksbetrieben. Sie gehen vor allem auf die bürokratischen Vorgaben der EU ein, die den kleinen und mittelständischen Unternehmen Probleme bereiten. Auch das Finden von Nachwuchs ist gerade im Handwerk schwierig. Dem will Günther Oettinger mit einer kontrollierten europäischen Zuwanderungspolitik entgegenwirken. Der Europapolitiker ging auf die Fragen der Anwesenden ein und sagte zu, das Stimmungsbild des sächsischen Handwerks mit nach Brüssel zu nehmen.

Der Austausch zwischen europäischer Politik und den sächsischen Handwerksbetrieben hat gezeigt, dass sich viele lokale Unternehmen mehr Transparenz von der Europäischen Union wünschen.