Evakuierung – Fliegerbombe in Eutritzsch wird entschärft

Leipzig - Erneut wurde im Leipziger Norden ein Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger wurde auf einer Baustelle im Bereich Essener Straße/Delitzscher Straße gefunden. Die Polizei prüft derzeit die Maßnahmen.

+++ 16:15 Uhr +++

Die Feuerwehr weist daraufhin, dass Personen, die bei Freunden und Verwandten unterkommen können, bitte sofort den Sperrkreis verlassen. Für Alle weiteren sind die Notunterkünfte ab sofort geöffnet.

+++ 14:30 Uhr +++

Die Eltern der betroffenen Kindergarten-Kinder, sind ausdrücklich dazu aufgerufen ihre Kinder nicht selbstständig von der Kita abzuholen. Die Kinder werden durch die Einsatzkräfte mit Bussen in die entsprechenden Notunterkünfte gebracht. 

+++ 14:18 Uhr +++

Die Stadtverwaltung hat im Zuge der Evakuierung ein Bürgertelefon eingerichtet. Informationen zur Evakuierung des Sperrkreises erhalten Anwohner unter der 0341/123-3333.

+++ 13:59 Uhr +++

Durch den Fund der Bombe, muss derzeit mit Behinderungen im Straßenbahnverkehr gerechnet werden. Die Linie 12 kann die Haltepunkte Lützowstraße und Gohlis-Nord nicht bedienen. Die Linie 16 stoppt zudem nicht mehr an den Haltestellen Eutritzsch-Zentrum, Mosenthinstraße, Essener Straße und dem Hornbach-Baumarkt.

+++ 13:31 Uhr +++

Die Bombe wird entschärft. Das hat der Sprengmeister am Mittag entschieden. Der Sperrkreis wird derzeit auf 1.000 Meter ausgeweitet. Damit müssen in den nächsten Stunden wiederum knapp 9.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Von der Evakuierung sind erneut Kindertagesstätten und Pflegeheime betroffen. 

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Knapp zwei Wochen nach dem letzten Fund, wurde auf der gleichen Baustelle im Bereich Delitzscher Straße/Essener Straße eine Fliegerbombe gefunden. Wie die Polizei mitteilte stieß ein privater Kampfmittelbeseitigungsdienst kurz nach 10 Uhr auf den Blindgänger. Auf der Baustelle wurde erst kürzlich eine 250-Kilo-Bombe gefunden, die entschärft werden konnte. Nach einer stundenlangen Evakuierung mussten knapp 9.000 Leipziger ihre Wohnungen verlassen. 

Wie mit dem neuerlichen Fund umgegangen wird, ist derzeit noch in der Prüfung. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Dresden ist bereits vor Ort eingetroffen und begutachtet den Metallkörper. Ob die Bombe entschärft werden kann, oder gesprengt werden muss, soll sich in den nächsten Stunden entscheiden. 

© Sachsen Fernsehen/ Symbolbild

Die Essener Straße ist bereits komplett gesperrt. Von einer Ausweitung der Straßensperren ist allerdings auszugehen. Da es sich wohl um einen ähnlich großen Sprengkörper handelt, müssen sich die Anwohner auf einen ähnlichen Evakuierungsradius, wie zuletzt einstellen. Eine finale Entscheidung wird durch den Sprengmeister getroffen und soll innerhalb kürzester Zeit bekannt gegeben werden.