Experten beraten über Drogenprävention

Chemnitz – Welche Wege beschritten werden können, dass es erst gar nicht zu einem Ausprobieren oder einem erhöhten Konsum von Drogen kommt, dies war eins der Kernthemen einer speziellen Fachtagung am Mittwoch in Chemnitz.

Zu der Veranstaltung im Tietz waren Referenten aus nah und fern eingeladen, die verschiedene Aspekte der Suchtprävention beleuchteten –
von gesetzlichen Grundlagen, über Erfahrungen in der Drogenberatung bis zu neuen Präventionsansätzen.

Das Interesse an dem durch den „Kriminalpräventiven Rat“ der Stadt Chemnitz organisierten Fachtag war groß. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter unter anderem aus dem Bereich der Sozialarbeit oder von Behörden holten sich Anregungen für die tägliche Arbeit.

In der Region Chemnitz liegen Präventionsschwerpunkte im Bereich Alkohol und Nikotin. Bei den illegalen Drogen versuchen Freie Träger wie die Stadtmission verstärkt über die Gefahren von Crystal Meth aber auch Cannabis aufzuklären.

Gerade bei der synthetischen Droge Crystal Meth sind die Fallzahlen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Laut Susann Bunzel von der Stadtmission Chemnitz wird diese Substanz längst nicht mehr nur als Partydroge genutzt, sondern von einer breiten Gesellschaftsschicht zur Bewältigung des Alltags konsumiert.

Auch Bürgermeister Miko Runkel hat diese Problematik im Blick. Aus seiner Sicht hat die Stadt bereits Fortschritte in dem Versuch einer Eindämmung gemacht.  Zudem habe sich im Gegensatz z.B. zu Leipzig glücklicherweise noch keine offene Drogenszene entwickelt.

In diesem Zusammenhang wird auch auf die erst jüngst gestartete Chemnitzer Präventionsdatenbank verwiesen. Schulen, aber auch Privatpersonen haben mit dem Portal die Möglichkeit, Informationen und Hilfsangebote zu suchen, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Eins wurde bei Präventionsfachtag in aller Deutlichkeit klargemacht: An zielgerichteter Aufklärung und Beratung wird auch in Zukunft kein Weg vorbeiführen, will man im Kampf gegen Drogenabhängigkeit die Oberhand behalten.