Experten erwarten schwere Grippefälle – Uniklinikum vorbereitet

Das Krankenhaus hält fünf ECMOs (Geräte für extrakorporale Membranoxygenierung) bereit, die bei Lungenentzündung die Funktion des Organs übernehmen. Das Immunsystem wird dadruch entlastet. Mehr Infos dazu in der Drehscheibe. +++

Die Grippewelle rollt auf Sachsen zu. Und viele Experten befürchten sogar, dass die Erkrankungen teilweise recht heftig verlaufen können. Die Krankenhäuser in Sachsen sind aber auf schwere Fälle vorbereitet, dabei werden die Mediziner von moderner Technik unterstützt – wie zum Beispiel im Leipziger Uniklinikum.

Das mit einer richtigen Grippe nicht zu spaßen ist, haben wir mittlerweile gelernt. Das man durch eine heftig verlaufende Infektion auch schnell auf der Intensivstation landen kann, ist vielen allerdings nicht bewusst. In diesen Fällen ist meist die Lunge betroffen. Wenn es soweit kommt, müssen Patienten oft künstlich beatmet werden, das belastet die Lunge aber in vielen Fällen noch zusätzlich. Deshalb kommt in vielen Krankenhäusern mittlerweile der sogenannte ECMO zum Einsatz. Das Gerät für extrakorporale Membranoxygenierung (deshalb ECMO) reichert das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff an und baut Kohlendioxid ab.

Der ECMO an sich kann die Grippe zwar nicht heilen – dafür sorgen Medikamente und das Immunsystem der Patienten. Allerdings sorgt das 60.000 bis 80.000 Euro teure Gerät dafür, dass die Lunge entlastet wird und die Regeneration schneller ablaufen kann. Im Leipziger Uniklinikum stehen gleich fünf ECMOs bereit. In den letzten anderthalb Wochen kamen diese bereits zwei Mal zum Einsatz – im Jahr bis zum 50 Mal.

Übrigens. Auch eine Grippeimpfung kann keinen hundertprozentigen Schutz bieten, ist aber vor allem für Risikogruppen, wie Ärzte, Krankenpfleger, Erzieher oder chronisch kranke Menschen immer noch sinnvoll. Hier kann der Hausarzt weiterhelfen.