Experten warnen vor unterschätzer Gefahr von UV-Strahlung

Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 230.000 Menschen an Hautkrebs. Umso wichtiger ist es, schon frühzeitig vorzubeugen. Eine Studie aus Sachsen zeigt nun, dass das bisher viel zu wenig passiert.+++

Am Dienstag hat sich die Sonne in Sachsen meist hinter Wolken versteckt, aber kommt sie raus, bringt sie auch erhebliche Gefahren mit. Der Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung sollte bereits im Kindesalter beginnen.

Doch viele Eltern nehmen das Thema auf die leichte Schulter und sorgen nicht genügend vor. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Studie, die das Sächsische Sozialministerium bei der Dermatologie des Krankenhauses Dresden-Friedrichstadt in Auftrag gegeben hat.

Über drei Jahre hinweg wurden dafür bei Dresdner Kindergartenkindern immer wieder die Anzahl der Leberflecken gemessen.
 
Interview im Video mit Prof. Uwe Wollina, Klinikleiter Dermatologie

Mit so einer Kamera wurden die Haut der Kinder fotografiert, die Auswertung erfolgte digital am Computer. Ein bisher einmaliges Verfahren. Am Ende des Untersuchungszeitraums wiesen die Kinder aus beiden Gruppen nahezu gleich viele Leberflecke auf.

Interview im Video mit Prof. Uwe Wollina, Klinikleiter Dermatologie

Sozialministerin Clauß will die Ergebnisse nun zum Anlass nehmen, noch mehr für die Prävention zu tun. Ansetzen könnte das zum Beispiel bei Kinderärzten und Erziehern. Dabei sind Vorsichtsmaßnahmen ganz einfach umzusetzen.

Interview im Video mit Christine Clauß (CDU), Sozialministerin Sachsen
 
Die Sonnencreme allein hilft also nicht, ganz wichtig es, die Haut zu bedecken oder die Sonne ganz zu meiden. Ziel ist es, dass der Schutz vor zu viel Sonne so selbstverständlich wird, wie das Händewaschen.