Expertengruppe stellt neuen Brückenentwurf vor

Die Waldschlößchenbrücke soll schmaler und filigraner werden. Das ist das Ergebnis einer Expertengruppe um Eberhard Burger, die in den letzten zwei Monaten die Brückenpläne überarbeitet hat. Gravierend sind die Änderungen nicht, denn sie müssen in den bestehenden Planfeststellungsbescheid passen. Trotzdem hoffen Stadt und Land, damit den Welterbetitel für Dresden zu erhalten.

Zwei Monate hat die Kommission um Eberhard Burger, den ehemaligen Direktor der Frauenkirche, an den Plänen für eine veränderte Brücke gesessen. Im Dresdner Rathaus wurden sie heute vorgestellt.

Wichtigste Punkte: Die Lichtmasten entfallen zugunsten einer Beleuchtung, die im Handlauf der Brücke angebracht ist. Der Brückenfuß wird in seiner Masse um zwei Drittel verringert und somit verschlankt. Neue Statische Berechnungen haben die Verkleinerung möglich gemacht. Die Treppen im Brückenbogen sollen weggelassen werden. Das ist allerdings zum Nachteil für die Fußgänger, denn somit entfällt der Aufgang von den Elbwiesen aus. 

Bereits heute schickte die Stadt diese Vorschläge auf den Weg nach Paris zur Unesco, so Oberbürgermeister Lutz Vogel. Die Unesco bereits in die Planungen mit einzubeziehen, war nicht gelungen. 

Laut Baubürgermeister Herbert Feßenmayr sind die Umplanungen mühelos in den Bauablauf einzuarbeiten. Denn bisher laufen nur Arbeiten zur Gründung des Bauwerks, außerdem werden zunächst Leitungen verlegt. Auch Mehrkosten im Bau seien nicht zu erwarten, da die verkleinerte Brücke eher weniger Materialkosten verursachen sollte. Zu den Planungskosten konnte Feßenmayr heute noch keine Angaben machen. Vorgabe für die Veränderungen war vor allem, dass sie mit dem Planfeststellungsbescheid vereinbar sind. Deshalb wurde beispielsweise eine Reduzierung auf drei Fahrspuren auch nicht weiter verfolgt. Staatsminister Michael Sagurna hofft jetzt auf die Zustimmung der Dresdner und der Unesco. 

Ob die neuen Pläne auch ohne Zustimmung der Unesco realisiert werden, blieb heute noch offen. Im Rathaus geht man davon aus, noch im Februar die veränderten Pläne mit einer Expertengruppe der Unesco diskutieren zu können.

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