Expertentipp: Aktivurlaub ohne Knieschmerzen

Was tun bei Knieschmerzen? Ein schmerzendes Knie vermasselt die schönste Urlaubstour. Der Dresdner Heilpraktiker und Schmerztherapeut Axel Beisken erklärt, woran es liegt und was hilft. +++


Wie kommt es zu Schmerzen im Knie ?

Wenn ein Knie schmerzt, ist das in den meisten Fällen das Alarmsignal für eine ungesunde Belastung in dem Gelenk. Manchmal wird dieser Schmerz auch durch eine Entzündung begleitet. 

Was sind Beispiele für eine ungesunde Belastung ?
Eine ungesunde Belastung kann durch zu hohes Körpergewicht entstehen, aber auch durch einseitige sportliche Anstrengungen, natürlich auch durch gar keine Anstrengung (also zu wenig Bewegung) kann es zu einem Ungleichgewicht in der Muskulatur kommen – und natürlich auch durch ungesunde Ernährung, welche eine Übersäuerung des Körpers bewirken kann. 

Wie kann das einen Einfluss auf das Gelenk haben ?           
Durch normale Belastung im Gelenk z.B. beim Gehen werden die Gelenkflächen zusammengedrückt.  Wenn man das Bein wieder anhebt werden die Gelenkflächen wieder entlastet.  Wenn jetzt die Muskeln, die das Gelenk umschließen, verkürzt sind, kommt es kaum noch zur Entlastung der Gelenkflächen.  Wer jemals einen z.B. Rindsknochen mit Knorpel in der Küche hatte, kennt das vielleicht: wenn man auf den Knorpel drückt, wird er heller, lässt man los, nimmt er wieder Farbe an. So funktioniert Knorpelernährung: durch Druck werden Abfallstoffe herausgepresst. Durch Entlastung werden Nährstoffe aus der Synovia (Gelenkschmiere) wieder aufgenommen. Wenn das nicht mehr reibungslos funktioniert, vertrocknet das Gelenk – 
Folge sind z.B. Arthrose, Arthritis, Entzündungen, Schmerzen 

Warum sind denn gerade ältere Menschen von Arthrose betroffen?
Da muss man einfach feststellen, dass sie im Laufe ihres langen Lebens sehr viel Zeit hatten, die Warnsignale zu überhören, also den Schmerz z.B. unterdrückt haben.
Im Übrigen kenne ich aber auch sehr viele Bürger im hohem Alter, die überhaupt keine Gelenkschmerzen oder Arthrose haben. Die gute Nachricht ist:  die Muskulatur ist das einzige Organ im Körper, dass man bis in das höchste Alter trainieren kann. Ich erlebe das täglich in meiner Praxis:  Wenn die verkürzte Sehne oder Muskel gefunden und  behandelt wurde, lässt der Schmerz im Knie meist sehr schnell nach, bis er gar nicht mehr vorhanden ist.  

Was halten Sie von Mitteln wie Hyaluronsäure, die man direkt in das Gelenk spritzen kann?
Sie sollen die Gleitfähigkeit im Gelenk wieder verbessern. Außerdem können enthaltene Schmerzmittel den Schmerz unterdrücken. Das kann auf einen begrenzten Zeitraum auch ganz gut funktionieren. Leider wird es die Ursache – also die Verkürzungen und die ungesunde Belastung –  nicht beheben, denn:  haben wir die neue „Gelenkschmiere“ wieder aus dem Gelenk gearbeitet, beginnt das Problem von vorn. 

Was empfehlen Sie den Betroffenen ?
Als Vorbeugung: Bewegung, Bewegung, Bewegung – nur so können wir unsere Gelenke selber schmieren. Durch die Be- und Entlastung wird der Knorpel ernährt, außerdem wird die Produktion der Gelenkschmiere angeregt. Sportler sollten vor und nach einer Belastung immer an die Dehnung denken und v.a. Einseitigkeit im Training vermeiden.  Bei dauerhaften Schmerzen muss ein Therapeut aufgesucht werden, der in der Lage ist, Ungleichgewichte in Muskulatur und Geweben zu erkennen und zu behandeln. Und der auch aufklärt, warum es bei dem Betroffenen soweit gekommen ist und was man tun muss, (z.B. Übungen) damit Ungleichgewichte in Zukunft verhindert werden. 

Die Praxis für Schmerztherapie von Heilpraktiker Axel Beisken befindet sich an der Sachsenwerkstr. 71 (Ärztehaus Niedersedlitz) in Dresden.