Explosion an Dönerimbiss vom November 2007 aufgeklärt

Freiberg: In der Nacht zum 21. November 2007 war es zu einer Detonation gekommen, wodurch Beschädigungen im Innenraum auch sechs Menschen verletzt wurden.

Vier Männer und eine Frau, die sich vor dem bzw. im Imbiss aufgehalten hatten, und der Imbissbetreiber selbst erlitten durch den Knall Hörschäden.
Der Sachschaden wurde auf etwa 5.000 Euro geschätzt.

Schon nach den ersten Untersuchungen am Ereignisort ergaben sich keine Anzeichen für einen ausländerfeindlichen Hintergrund der Tat. Die geführten Ermittlungen führten schließlich zum Erfolg. Die Freiberger Kriminalisten fanden heraus, dass zwei junge Männer aus dem Raum Freiberg verdächtig sind, am 21.11.2007 einen Sprengsatz am Imbiss gezündet und weitere Sachbeschädigungen Ende des Jahres 2007 begangen zu haben. Der 19-Jährige hatte eine größere Menge in Deutschland nicht erlaubter Silvesterböller in Tschechien gekauft. Mehrere dieser Böller bastelte er zusammen und brachte sie zur Explosion. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden Utensilien zum Bau der Sprengsätze gefunden und sichergestellt. Bereits am 16.11.2007 hatte er einen so gebastelten Sprengsatz am Auspuff eines Ford Ka auf dem Parkplatz am Schloßplatz gezündet. Das Auto war dabei zufällig ausgewählt worden. Dem Besitzer entstand Schaden von etwa 2.000 Euro.

Motiv für die Explosion am Dönerimbiss war ein Beziehungskonflikt zwischen der Schwester des 19-Jährigen und einem Imbissangestellten. Beide Tatverdächtige gestanden in den Vernehmungen auch, Ende Dezember 2007 auf der Verbindungsstraße nach Wegefahrt in Straßenbegrenzungspfählen Silvesterböller gezündet zu haben. Die Polizei ermittelte hier wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

++
Mit dem SACHSEN FERNSEHEN Newsletter sind Sie immer informiert über die aktuellen Geschehnisse aus Chemnitz und Umgebung