Explosion in Mehrfamilienhaus – Suizidversuch?

Chemnitz-Reichenbrand: In der Nacht zum Mittwoch kam es in einem Mehrfamilienhaus an der Karl-Seibt-Straße aus noch unklarer Ursache zu einer Explosion.

Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Chemnitz und der Freiwilligen Feuerwehr Rabenstein fanden im Keller des Hauses einen schwer verletzten Mann. Es handelt sich um einen Hausbewohner, der sich zur Unglückszeit allein in dem Gebäude befand. Der 50-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und wegen der erlittenen Brandverletzungen kurze Zeit später in eine Spezialklinik geflogen.

Zum Brand des Gebäudes kam es nicht. Die Feuerwehr musste lediglich im Keller ein lokales Feuer löschen. Dennoch ist das Haus durch die Wucht der Explosion sehr schwer beschädigt und offenbar einsturzgefährdet. Zur Höhe des finanziellen Schadens liegen noch keine Angaben vor. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Gebäude in der Nachbarschaft nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Am Mittwochvormittag werden Kriminalisten die Untersuchungen vor Ort zur Ermittlung der Unglücksursache weiterführen. Auszuschließen ist derzeit nicht, dass es sich um eine Gasexplosion gehandelt hat.

Die Explosion im Keller des Zweifamilienhauses an der Karl-Seibt-Straße wurde offenbar durch eine Manipulation an der Gasinstallation herbeigeführt. Der schwer verletzte 50-jährige Gebäudeeigentümer steht im Verdacht, die Explosion in suizidaler Absicht selbst verursacht zu haben. Das Motiv der vermutlichen Selbsttötungsabsicht liegt im persönlichen Bereich.

Zur Höhe des finanziellen Schadens liegen der Polizei keine Angaben vor. Die Frage, ob das Gebäude tatsächlich einsturzgefährdet ist, muss von Fachleuten geprüft werden.

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