Fachtagung „10 Jahre Kompetenz- und Behandlungszentrum für hochansteckende Erkrankungen in Leipzig“

Das Kompetenz- und Behandlungszentrum für hochkontagiöse Erkrankungen in Leipzig kann auf zehn Jahre erfolgreiche Arbeit zurück blicken.

Aus diesem Grund treffen sich morgen, am 19. Mai, Vertreter der Ministerien, Landesdirektionen, Gesundheitsämter und anderer Einrichtungen der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsens im Neuen Rathaus zum Erfahrungsaustausch über Erreichtes und Zukünftiges.

Im Jahr 2000 wurde im Städtischen Klinikum St. Georg in Leipzig eine Sonderisolierstation errichtet, in der Menschen mit hochansteckenden Krankheiten behandelt werden können. Diese Klinik steht für die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen zur Verfügung und wird über einen Staatsvertrag finanziell unterstützt.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Regine Krause-Döring, leitet das Kompetenzzentrum, das neben Vertretern des Behandlungszentrums auch Vertreter von Sozialministerium, Landesdirektion, Landesuntersuchungsanstalt, der Polizeidirektion und der Branddirektion als Fachteam vereint. Das Gesundheitsamt Leipzig hat einen Maßnahmeplan erstellt, der den Umgang mit Personen mit hochansteckenden Krankheiten regelt. Gemeinsame Übungen, Fortbildungen und Absprachen sind sehr wichtig, um auf diese – relativ seltenen – Ereignisse vorbereitet zu sein.

Die Sonderisolierstation ist ständig in Betrieb. „Wir behandeln hier sehr erfolgreich Patienten mit multiresistenten Erregern, wie beispielsweise Tuberkulose, aber auch mit Tropenkrankheiten“, sagt Oberarzt Dr. Thomas Grünewald, der Leiter der Sonderisolierstation. „Ebenso hilfreich ist die Zusammenarbeit bei neuen Krankheitserregern wie SARS oder Pandemieviren.“