Fachtagung zur Asylpraxis in Chemnitz

Die Debatte um die Flüchtlingszuwanderung ist nach wie vor ungebrochen.

Im Nachbarland Österreich wurde jetzt sogar eine Obergrenze für die Aufnahme von Asylbewerbern beschlossen.

Der Ausländerbeauftragte des Landes Sachsen, Geert Mackenroth, sieht eine deratige Maßnahme aus Sicht des Freistaates Sachsen für nicht notwendig an.

Auf einer Fachtagung zur Asylpraxis hat Geert Mackenroth, der Ausländerbeauftragte des Landes Sachsen, Stellung zur derzeitigen Aufnahmesituation in den sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen genommen.

Demnach habe der Freistaat momentan keine Kapazitätsprobleme bei der Aufnahme neuer Asylbewerber.

Auch eine Obergrenze für die Aufnahme neuer Flüchtlinge ist derzeit kein Thema in der Landesregierung.

Interview: Geert Mackenroth, Ausländerbeauftragter des Landes Sachsen

In Sachsen gehen die Meinungen zu diesem Thema allerdings stark auseinander.

O-Töne

Dem Land Sachsen stehen momentan rund 20.000 Plätze für die Aufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung, knapp die Hälfte ist davon derzeit belegt.

Laut Geert Mackenroth sei der Freistaat mit einem Puffer von rund 10.000 freien Plätzen gut für einen erneuten Anstieg von Asylsuchenden
vorbereitet.

Auch auf kommunaler Ebene empfiehlt er sich langfristig auf die Ankunft von Flüchtlingen vorzubereiten.

Interview: Geert Mackenroth, Ausländerbeauftragter des Landes Sachsen

In der Vergangenheit habe sich bereits gezeigt, dass eine gute Vorbereitung auf die Ankunft der Asylbewerber die Situation in den Gemeinden und Städten wesentlich vereinfacht, so Geert Mackenroth.