Fahrrad-Demo auf der Hüblerstraße

Dresden - Der ADFC demonstrierte am Mittwoch für einen vollständigen Radweg auf der Hüblerstraße im Stadtteil Blasewitz.

Die Hüblerstraße in Blasewitz zwischen Berggartenstraße und Schillerplatz ist für Radfahrende noch immer ein Ärgernis. Zwar wurde die Gegenrichtung der Einbahnstraße im Spätsommer 2019 für Radfahrende freigegeben, wofür sich der ADFC Dresden bereits seit 2004 einsetzt, doch ein durchgehender Radfahrstreifen wurde nicht eingerichtet. Stattdessen wurden zehn Parkplätze beibehalten, die den Radfahrstreifen mehrmals unterbrechen. Ein Unding angesichts der kaum ausgelasteten Tiefgarage in der Schillergalerie und gleichzeitig ein Sicherheitsrisiko für jeden Radfahrenden. Vor diesem Hintergrund demonstrierte der ADFC Dresden heute auf der Hüblerstraße mit einer Fahrraddemo für die Einrichtung eines durchgehenden und vollständigen Radfahrstreifen entlang der östlichen Seite dieses Abschnitts der Hüblerstraße.

© ADFC Dresden
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Der Demotag ist bewusst gewählt worden. Denn das Thema Radweg in der Hüblerstraße steht auf der Tagesordnung des Stadtbezirksbeirates Blasewitz am Abend in der Aula des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums. Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain persönlich stellt dort die neuen Pläne des Stadtplanungsamtes für diese wichtige Radverbindung vor. Hintergrund waren Beschwerden von Radfahrenden über die geschaffene halbgare Kompromisslösung, die für Radfahrende wie auch für den Einbahnstraßen-PKW-Verkehr unnötige Gefahrensituationen heraufbeschwört.

„Die Stadt hat hier krampfhaft an einer Hand voll Kurzzeitparkplätzen festgehalten und dies obwohl das benachbarte Parkhaus der Schillergalerie nie ausgelastet ist. Sie hat dadurch eine absolut unübersichtliche Verkehrssituation geschaffen“, kritisiert Nils Larsen vom Vorstand des ADFC Dresden e.V. die derzeitige Lage in der Hüblerstraße. „Es ist ein absolutes Unding, dass hier der Radfahrstreifen von parkenden Autos unterbrochen wird. Viele Radfahrende sind irritiert und weichen auf den Gehweg aus, statt sich zur Fahrbahnmitte zu orientieren, auf einen Gehweg der im vorderen Bereich vor den Geschäften sehr schmal ist.“

Der ADFC untermauerte mit seiner Fahrrad-Demo in den Morgenstunden seine Forderung nach einem durchgehenden Radfahrstreifen in der Hüblerstraße zwischen Berggartenstraße und Schillerplatz. „Schon allein aus Sicherheitsgründen brauchen wir auf diesem Abschnitt einen  vollständigen und vor allem von den Radfahrenden intuitiv nutzbaren Radweg“, macht Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden e.V. die Position des Fahhradclubs klar. „Das Radverkehrskonzept fordert es, Studien zeigen es und selbst die Stadt hat in einer Beschlusskontrolle von Anfang Januar 2017 einen durchgehenden Radstreifen für richtig befunden und zugesagt. Bleibt also zu hoffen, dass der Baubürgermeister heute im Stadtbezirksbeirat endlich die Planung eines ordentlichen Radstreifens vorstellt und die nötigen Ummarkierungen dann auch zügig umgesetzt werden.“