Fahrraddemo mit über 300 Bikes und lauter Musik

Die einen sind am liebsten zu Fuß unterwegs, die anderen legen keinen Meter ohne Auto zurück – und dann gibt es noch diejenigen, die auf zwei Rädern durch die Stadt flitzen. Weil das manchmal gar nicht so ungefährlich ist, wurden mehr als 300 Fahrradfahrer am Mittwoch aktiv:

Das Fahrrad ist ein beliebtes Fortbewegungsmittel der Leipziger. Doch nicht überall kommt man mit seinem Rad problemlos von A nach B.

Aus diesem Grund versammelten sich am Mittwochnachmittag zahlreiche Radfahrer am Connewitzer Kreuz, um für ein fahrradfreundliches Leipzig zu demonstrieren. Organisiert wurde der rollende Protestzug von der Fahrradaktionsgruppe des Studentenrates der Universität Leipzig.

Interview: Susanne Brehm – StuRa Uni Leipzig

Die Route der Demonstranten erstreckte sich vom Connewitzer Kreuz über den Wilhelm Leuschner Platz bis hin zum Neuen Rathaus, wo im Rahmen der Abschlusskundgebung der Offene Brief der Aktionsgruppe an den Leipziger Stadtrat übergeben wurde.

In dem Schreiben verdeutlicht der Stura die Vorteile von fahrradfreundlichen Städten, wie Klima- und Umweltschutz, geringere Kosten und niedrigere Lautstärke. Aber auch Forderungen kommen nicht zu kurz:

Interview: Alexander John – StuRa Uni Leipzig

Mit bunter Malkreide verliehen die Demonstranten ihren Forderungen am Leuschner-Platz vielseitig Nachdruck. Botschaften wie „Wir sind der Verkehr“, „Fahr mich nicht immer fast an“ und „Fahrrad hat Vorfahrt“ waren auf dem Asphalt zu finden und spiegelten deutlich die Meinung der Demonstranten wider.

Interview: Demonstrant

Weitere Kritikpunkte sind die wenigen Abstellmöglichkeiten für Räder, Unfallgefahr durch zu hohe Bordsteine und schlechte Fahrradwege. Bis eine optimale Lösung gefunden ist, sollten alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. Damit aus dem geliebten Fortbewegungsmittel kein rollendes Risiko wird.