Falsche Zensus-Interviewer unterwegs

Riesa (dapd-lsc). Die Stadt Riesa warnt vor falschen Zensus-Befragern. In mindestens zwei Fällen haben sich Männer als Interviewer vorgestellt und Zutritt zur Wohnung verlangt, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte.

Offenbar seien gezielt ältere und schwer behinderte Menschen aufgesucht worden. In beiden Fällen gelangten die Männer jedoch nicht in die Wohnungen.

Die Stadt wies darauf hin, dass jeder Zensus-Interviewer seinen Besuch zuvor schriftlich ankündige. Zudem verfügten die Befrager über entsprechende Ausweise und müssten nicht in die Wohnung gelassen werden. Auch seien sie nicht berechtigt, zu drohen. Sie müssten die Verweigerer lediglich auf die Teilnahmepflicht an der Volkszählung hinweisen.

Anfang der Woche hatte bereits die Stadt Bautzen vor anonymen Anrufen gewarnt. Dort hatten Unbekannte versucht, sich per Telefon Daten zu verschaffen. Dies geschah nicht im behördlichen Auftrag. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz gab es in Zittau und Görlitz ähnliche Versuche. So tauchten Anfang Mai rund 30 gefälschte Briefe auf, in denen die Bürger dazu aufgerufen wurden, nicht an der Volkszählung teilzunehmen.

Der Zensus 2011 begann am 9. Mai. Rund 380.000 zufällig ausgewählte Bürger müssen in Sachsen an der Volkszählung teilnehmen und Angaben zu ihrem Familienstand, Beruf und Bildungsabschluss machen.

dapd